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Augenringsperlingspapagei

Augenring-Sperlingspapagei

Forpus conspicillatus

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Augenring-Sperlingspapageies umfasst den Osten Panamas, den Norden und Osten Kolumbiens sowie den angrenzenden Osten Venezuelas. Die Vögel bevorzugen offene Landschaften und lichte Wälder. Daher profitieren sie, im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten, deutlich von der Rodung des Waldes. Die Vögel leben meist im Flachland, werden gelegentlich aber bis in Höhen von 1700 m ü.NN. angetroffen.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Augenring-Sperlingspapageien kamen zwar schon 1880 das erste Mal nach Europa. Sie wurden in der darauffolgenden Zeit jedoch nur in geringen Stückzahlen und eher zufällig importiert. Dennoch gibt es in Deutschland stabile Volierenbestände. Die erste Nachzucht gelang 1931 in Kalifornien. Im Gegensatz zu vielen anderen Papageien haben die Augenring-Sperlingspapageien eine angenehme, leise und zwitschernde Stimme.

Geschlechtsunterschiede:

Äusserliche Geschlechtsunterschiede sind vorhanden. Männchen haben um das Auge einen blauen Ring, auch die Armschwingen und Handdecken sowie der Bürzel sind blau. Diese Gefiederpartien sind beim Weibchen grün gefärbt. allerdings in leicht unterschiedlichen Nuancen, z.T. auch mit gelblichen, grauen Beimischungen.

Lebenserwartung.

Ungefähr 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit über 60%. Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen und Temperaturen unter 15°C sind zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Die Vögel haben eine enge Paarbildung und sollten daher nur paarweise gehalten werden. Eine Vergesellschaftung mit Artgenossen - auch ausserhalb der Brutzeit - ist nicht zu empfehlen. Eine Vergesellschaftung mit robusten Prachtfinken, Webervögeln u.a. ist in grossen Volieren möglich.

L x B x H in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

100 x 50 x 50

für 2 Tiere

vorzugsweise in Kistenkäfigen. Regelmässiger Freiflug!

Haltung:

Augenring-Sperlingspapageien sind sehr sozial und dürfen nur paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Oben angegebene Mindestmaße sind empfohlen.

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Die Tiere müssen regelmässig besprüht werden, eine Bademöglichkeit ist anzubieten. Sitz- und Schlafbrettchen werden gerne angenommen.

Ernährung:

Körnermischungen mit kleinen Saaten (alle Hirsesorten, Negersaat, Mohn, geschälter Hafer, evtl. Hanf, kleine Sonnenblumenkerne). Regelmässig Kolbenhirse. auch gekeimt. Ausserdem abwechslungsreiches Frischfutter: Keimfutter, Wildkräuter (Vogelmiere, Hirtentätschelkraut, Knöterich etc.), halbreife und reife Samenbestände von Gräsern und Wildkräutern, Obst (Beeren) sowie Möhren und Gurken. Sie fressen auch besonders gerne süsse, weiche Früchte und tierisches Eiweiss in geringen Mangen, z.B. Mehlwürmer. Zur Zucht muss (nach Robiller) ein Weich- oder Eifutter mit Insektenmischung angeboten werden. Täglich frisches Trinkwasser. Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen.

Zucht:

Die Vögel sind Höhlenbrüter. Brutkästen in Querformat werden gerne angenommen. Das Gelege besteht aus 3-5 Eiern, die Brutzeit beträgt ~21 Tage. Das Weibchen brütet allein ab dem ersten Ei und wird von dem Männchen gefüttert. Jungtiere fliegen nach 4-5 Wochen aus und sind nach weiteren 2-3 Wochen selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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