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Bergsittich

Bergsittich

Polytelis anthopeplus

Vorkommen

Die beiden Unterarten sind in unterschiedlichen Teilen Australiens zu finden. Die Norminatform ist nur im Südosten anzutreffen, P. a. westralis dagegen im Südwesten des Kontinents. Bevorzugte Lebensräume sind offene Eukalyptuswäler, Akazienbuschland und offene Landschaften mit Baumgruppen. Beide Unterarten sind typische Kulturverfolger und profitieren von der Zunahme landwirtschaftlich genutzter Flächen.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Der Bergsittich ist der kräftigste Prachtsittich. Er wurde erstmalig 1860 nach Europa eingeführt und kurz darauf auch gezüchtet. Aber erst nach dem zweiten Weltkrieg und bis zum Inkrafttreten der australischen Ausfuhrsperre wurden die Vögel in grösseren Stückzahlen importiert. Sie wurden häufig als Ammen für Amazonen oder andere australische Sittiche eingesetzt. Es gibt bisher eine Farbvariante, nämlich Bergsittiche mit gelben Rücken. Auch Mischlinge mit anderen Prachtsitticharten sind bekannt.

Wie die anderen Polytelisarten erkrankt der Bergsittich relativ oft an der sogenannten Polytelis-Lähme, einer bisher unheilbaren Lähmung der Füsse

Geschlechtsunterschiede:

Die Geschlechter sind unterschiedlich gefärbt. Die Weibchen haben einen dunklen, blaugrünen Schwanz. Der Körper ist grünlich gefärbt. Die Männchen dagegen sind gelblich. Die Jungtiere gleichen zunächst in der Färbung dem Weibchen. Nach 14-15 Monaten mausern sie ins Alterskleid, mit 18 Monaten sind sie i.d.R. ausgefärbt.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Über 15 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Bergsittiche werden seit ca. 40 Jahren in  Deutschland nachgezüchtet und sind an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%, plötzliche Temperaturwechsel und Temperaturen unter 10°C sind zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Die Vögel leben paarweise oder in kleineren Gruppen, häufig in Familienverbänden. Die Tiere sind etwas scheu.

Haltung:

Bergsittiche sind sehr sozial und dürfen daher nur paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Folgenden Mindestmaße werden empfohlen:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

200 x 100 x 100

für 2 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein.

Ernährung:

Grundfutter ist eine Körnermischung mit verschiedenen Hirsemischungen, Glanz, Weizen, Hafer und Sonnenblumenkernen. Auch Waldvogelfutter kann gelegentlich angeboten werden. Ergänzt werden sollte es mit reichlich Frischfutter, u.a. halbreifen Maiskolben, halbreifen Samenständen von Gräsern und Getreide sowie gelegentlich etwas Keimfutter. Obst, Gemüse und Grünfutter gemäss der Jahreszeit sind ebenfalls regelmässig anzubieten (Löwenzahn, Vogelmiere, Äpfel, Möhren, Beeren von Ebereschen, Feuer- oder Sanddorn).

Täglich frisches Trinkwasser; Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen. Während der Mauser und zur Jungenaufzucht wird tierisches Eiweiss benötigt..

Zucht:

Bergsittiche sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 5-7 Eiern, die Brutdauer beträgt 18-20 Tage. Die Jungtiere sind nach 7 Wochen flügge und nach weiteren 3-4 Wochen selbständig. Die Jungen können bei den Eltern bleiben, solange diese nicht weiter brüten.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

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