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Binsenastrild

Binsenastrild

Bathilda ruficauda

Vorkommen

Die Norminatform (B. r. ruficauda) lebt in Teilen Ostaustraliens, die wesentlich intensiver gefärbte Unterart b. r. clarescens dagegen im Norden und Nordwesten Australiens. Beide bevorzugen Binsen, Schilf- und Grasdickichte, in denen sie sich geschickt bewegen. Binsenastrilde sind Kulturverfolger.

Schutzstatus:

Keiner, aber in Australien gibt es seit den 60er Jahren ein generelles Ausfuhrverbot.

Allgemeines:

Der Binsenastild kam zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach England und kurze Zeit später auch nach Deutschland. Die Erstzucht gelang 1893.

Geschlechtsunterschiede:

Weibchen beider Unterarten haben im Vergleich zu den Männchen eine deutlich schwächer entwickelte rote Gesichtsmaske. Bei B. r. ruficauda kann sie sogar ganz fehlen. Weibchen von B.  r. clarescens sind jedoch ähnlich wie die Männchen um Vergleich zur Nominatform deutlich intensiver gefärbt.

Verwechslungsmöglichkeit:

Eine grosse Ähnlichkeit besteht mit der Rotkopfamadine (Amadina erythrocephala). Diese hat aber immer einen hellen Schnabel mit einen weissen Augenring. Beim Binsenastrild haben dagegen beide Geschlechter stets einen roten Schnabel und einen roten Augenring.

Lebenserwartung.

Im Durchschnitt 7-10 Jahre, maximal 14 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Binsenastrilde sind aufgrund der langen Domestikation gut an unser Klima angepasst. Temperaturen zwischen 18° und 24°C werden problemlos vertragen. Temperaturen unter 15°C, Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind jedoch zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Binsenastrilde bilden während der Brutzeit oft lockere Kolonien, danach schliessen sie sich zu grösseren Schwärmen zusammen.

Haltung:

Binsenastrilde sollten nie allein, sondern immer paarweise oder in einer kleinen Gruppe gehalten werden. Folgende Mindestmaße sollten dabei nicht unterschritten werden.

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

80 x 40 x 60

80 x 80 x 60

für 2 Tiere

Für 4-6 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden. Wichtig sind auch artspezifische, schräge Klettermöglichkeiten (Schilf, dünne Zweige etc.). Bei der Haltung in Käfigen ist eine Vergesellschaftung mit anderen Prachtfinken nicht möglich.

Ernährung:

Binsenastrilde benötigen neben einem Mischfutter aus kleinkörnigen Hirsesorten und Glanz regelmässig gekeimte oder halbreife Sämereien. Frischreife Samen von Vogelmiere, Löwenzahn und allen Gräsern werden gerne angenommen. Tierisches Eiweiss in Form frisch gehäuteter Mehlwürmer sowie ei- bzw. insektenhaltigen Weichfutter kann gelegentlich angeboten werden. Die Aufzucht der Jungtiere gelingt nur, wenn hochwertiges tierisches Eiweiss, am besten in Form von Lebendfutter angeboten wird. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit.

Zucht:

Zur Brut werden gerne Nisthilfen angenommen oder die Nester in dichtes Gebüsch in Bodennähe gebaut. Das Gelege umfasst 4-5 Eier, die Brutdauer beträgt durchschnittlich 14 Tage, nach 18 -23 Tagen sind die Jungen flügge. Sie werden von den Eltern in der ersten Zeit häufig zum Nest zurückgeführt, später nur noch über die Nacht. Nach weiteren zwei bis drei Wochen sind die Jungen selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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