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blattfisch

Blattfisch

Monocirrhus polycanthus

Vorkommen

Im Amazonasgebiet relativ weit verbreitet, von Peru bis Guyana, in grösseren und mittleren Gewässern mit leichter bis mässiger Strömung.

Wasserwerte:

pH-Wert  5-6,5; bis 5°dGH, 24-28°C.

Maximale Länge:

10 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Weibchen sind etwas grösser und auch fülliger, zumindestens wenn sie laichreif sind.

Verhalten:

Der Blattfisch lässt sich, das hat auch zu seinem Namen geführt, wie ein abgefallenes Blatt durch das Wasser treiben. Den Eindruck verstärkt auch nicht die Unterlippe, die stark verlängert ist und wie ein Blattstiel wirkt. So lässt sich der Blattfisch durch das Wasser treiben, bis er in die Nähe eines Beutefisches kommt. Sein Maul ist aussergewöhnlich gross, die Kiefer weit vorstreckbar. Durch das schnelle Ausstülpen des Maules entsteht auch noch ein starker Sog, der Beutefisch wird ohne Chance zu entkommen eingesaugt und verschluckt. Dabei können die Beutefische mehr als halb so gross wie der Blattfisch sein.

Zucht

Im Aquarium schon mehrfach gelungen und im weichem, saurem Wasser nicht sonderlich schwer. Das Männchen sucht eine Stelle unter einem grossen Wasserpflanzenblatt in mittleren Wasserschichten und lockt das Weibchen dahin. Die stark klebenden Eier werden dann unter das Blatt geheftet und vom Weibchen bewacht. Nach etwa vier Tagen schlüpfen die Jungen. Als Erstnahrung kommt kleines, sich bewegendes Futter, wie etwa Wasserflöhe, in Frage. Ab etwa 2 cm Länge werden nur noch Fische gefressen.

Aquarium:

Ein Aquarium mit 80 cm Kantenlänge reicht schon. Ein Filter sollte für eine leichte Strömung sorgen, die der Blattfisch mit kaum sichtbaren Flossenbewegungen zum Schwimmen nutzt. Einige großblättrige Pflanzen sind sowohl Unterstand wie auch potenzieler Laichplatz Dort lauern sie dann auf ihre Beute.

Nahrung:

Fische. Blattfische ab etwa 2 cm Länge sind an keine andere Nahrung zu gewöhnen.

Besonderheiten:

Die Anpassung dieses Fisches an ein treibendes Blatt ist ungewöhnlich und in seiner Perfektion einzigartig. Je nach Umgebung (etwa bei vielen Wurzel) kann der Blattfisch auch bedingt seine Farbe anpassen.

Vergesellschaftung:

Nur mit friedlichen Fischen, die nicht als Futter betrachtet werden können.

Ähnliche Arten:

Die anderen Nandidae sind ebenfalls gelbbraun, meist gemustert, räuberisch und Fischfresser. Wer sich mit diesen Arten beschäftigt, muss ausreichend Futterfische und für die Nachzuchten viel kleines Lebendfutter haben. Die Angehörigen dieser Unterfamilie unterscheiden sich aber durchaus im Ablaichverhalten. So ist der in Südamerika weit verbreitete und häufige Südamerikanische Vielstachler, Polycentrus schomburgki, ein Höhlenbrüter, während der äusserlich ähnliche Afrikanische Vielstachler, Polycentropsis abbreviata, ein Schaumnestbauer ist. Bei den beiden asiatischen Nandus- Arten dagegen handelt es sich um Freilaicher, die sich nicht weiter um den Laich kümmern.

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