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Blaulatzara

Blaulatzara

Ara glaucogularis

 

Vorkommen

Beni im Nordwesten Boliviens

Schutzstatus:

Anhang A

Kennzeichen:

Länge: ca. 75 cm Männchen und Weibchen: Oberseite von der Stirn bis zur Schwanzspitze blau, Stirn mit grünlichblauem Schimmer, Augenumgebung, Zügel und Wangen nackt, weiß, reihenweise durchzogen mit blauen Federn. Von den unteren Wangen bis zur Kehle latzförmig blaue Federn, Rest des Körpers gelborange Farbe, Schwingen und Oberseite Schwanzfedern blau, Flügelspiegel und Schwanzunterseite gelborange. Iris gelblich, schwärzlich-braune Füße, Schnabel schwarz

Jungvögel: wie erwachsene Tiere, aber dunklere Wangen und Iris bräunlich

Unterkunft:

Aras sind intelligente, neugierige und extrem bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere benötigen aussergewöhnlich viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich) sonst verkümmern sie. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.

Für die Haltung von Aras gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Untertags werden die Tiere auf einen Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig.
  • Haltung in einer Zimmervoliere mit folgenden Mindestmaßen 400 x 200 x 200 cm (BxTxH) für max. zwei Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vorallem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit
  • Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4-6 m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem beheiztem Schutzraum (Mindesttemperatur 10°C, Grundfläche mindestens 2m²). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.

Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!

Haltung:

Blaulatzaras benötigen eine Temperatur die dauerhaft über 18°C liegen sollte und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zugluft und plötzliche Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Die Vögel müssen mindestens einmal, besser zweimal täglich mit Wasser besprüht werden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Temperatur von mindestens 10°C vorhanden sein.

Vergesellschaftung:

Möglichst paarweise halten.

Ernährung:

Körnermischung, z.B. Papageien- und Großsittichfutter gemischt (ohne Nüsse!) oder ein Gemisch aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Mais, Hafer, Weizen, Kardisaat und Sonnenblumenkernen. Zudem gekeimte Körner, vor allem Sonnenblumenkerne. Dazu reichhaltig und abwechslungsreich Obst, Gemüse und Grünfutter. Gelegentlich Nüsse als Leckerbissen. Tierisches Eiweiss sollte in geringen Mengen angeboten werden. Kalkgrit und frisches Trinkwasser müssen zur Verfügung stehen.

Zucht:

Die Brutsaison beginnt in den südlicheren Teilen des Verbreitungsgebietes etwa im Dezember. Einige Wochen später dann in den nördlicheren Gegenden. Das Gelege besteht aus bis zu drei Eiern. Die Jungen sind nach etwa 100 Tagen flügge.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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