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Blaustirnamazone
Amazona aestiva
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Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet der Blaustirnamazone umfasst weite Gebiete im Inneren Südamerikas. Dabei kommen die Gelbbugamazone, Gelbflügel- oder Bahia-Blaustirnamazone (A.a. xanthopteryx) im südlichen Teil Brasiliens, in ganz Paraquay, im Norden Argentiniens und im Westen Boliviens vor. Das Verbreitungsgebiet der Norminatform (A.a. aestiva) liegt im Osten und im Inneren Brasiliens. Bevorzugte Lebensräume sind alle Arten von Wäldern, aber auch offene mit Bäumen bestandene Savannen.
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Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig.
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Allgemeines:
Die Blaustirnamazone ist die weltweit am häufigsten gehaltene Amazonenart. Die Vögel werden sehr zutraulich und haben ein grosses Nachahmungstalent. Die erste Nachzucht gelang 1886 in Frankreich.
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Geschlechtsunterschiede:
Äussere Geschlechtsunterschiede sind nicht vorhanden. Manche Autoren behaupten, der Schädel und der Schnabel des Weibchens wären im Vergleich zum Männchen etwas kleiner. Jungvögel haben eine dunkle Iris und am Kopf sehr wenig Blau und Gelb. Mit 2-3 Jahren sind die Jungen ausgefärbt. Generell variiert die Färbung von Kopf, Flügelbug und -rand je nach dem Herkunftsgebiet innerhalb der Art sehr stark.
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Lebenserwartung.
Mindestens 40-50 Jahre. In der Literatur werden Tiere mit einem Alter von 87 und 98 1/2 Jahren angegeben.
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Klimatische Ansprüche:
Blaustirnamazonen sind relativ robust. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%. Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen und Temperaturen unter 15°C sind zu vermeiden. Bei einer Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Temperatur von mindestens 10°C vorhanden sein.
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Sozialverhalten:
Die Vögel leben paarweise, ausserhalb der Brutzeit bilden sie grosse Schwärme.
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Haltung:
Blaustirnamazonen sind intelligente, neugierige und extrem bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere benötigen aussergewöhnlich viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich) sonst verkümmern sie. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.
Für die Haltung von Blaustirnamazonen gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einen Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig.
- Haltung in einer Zimmervoliere mit folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (BxTxH) für max. zwei Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4-6 m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem beheiztem Schutzraum (Mindesttemperatur 10°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
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Amazonen sind starke Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.
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Ernährung:
Körnerfutter für Großpapageien ohne Nüsse und max. 50% Anteil fetthaltiger Sämereien. Beispiel für eine Futtermischung: Kanariensaat, Silberhirse, Hanf, Haferkerne, Weizen, Darisaat, Milokorn, Kardisaat, Buschweizen, Sonnenblumen gestreift, Sonnenblumen weiss, Baumsaat, Paddy Reis, Katjang, Fichtensamen, Mariendistel, Gurkenkerne. Tägliche Gabe von Frischfutter. Zusätzlich wird Keimfutter sowie Obst (u.a. Beeren, Melone, Apfel), Gemüse (u.a. Mohrrübe, Gurke, Rote Beete) und Wildkräuter gereicht. Sehr gerne werden halbreifer Mais und Knospen gefressen. Während der Mauser, der Zucht und des Wachstums wird tierisches Eiweiss benötigt. Täglich frisches Trinkwasser. Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen.
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Zucht:
Amazonen sind Höhlenbrüter, die tiefe Bruthöhlen bevorzugen. Das Gelege besteht i.d.R. aus 2-3, selten 5 Eiern. Die Brutdauer beträgt 25-26 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 9-10 Wochen aus und sind nach weiteren 4-6 Wochen selbständig. Es sind Mischlinge mit der Weißstirn-, Grünwangen-, Gelbscheitel-, Gelbwangen-, Blaubart- und Kubaamazone bekannt.
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Buchempfehlungen:
  
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