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Boesemans Regenbogenfisch
Melanotaenia boesemani
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Vorkommen
Bis vor kurzem nur aus Ajymaruseen auf der Vogelkopfhalbinsel in Irian jaya, im indonesischen Westtei von Neuguinea, bekannt, inzwischen auch im 55 km entfernten Lake Aytoni gefunden. Wahrscheinlich in diesem Gebiet noch in weiteren Seen.
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Wasserwerte:
pH-Wert 6,5-8; bis 15°dGH, 22-26°C.
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Maximale Länge:
In der Natur 10 cm, im Aquarium 14 cm.
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Geschlechtsunterschiede:
Die Männchen sind etwas farbiger und haben länger ausgezogene Flossenenden an Rücken- und Afterflosse. Die Weibchen sind blasser, zeigen aber zusätzliche Blau- und Schwarztöne auf dem Körper.
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Verhalten:
Friedlicher Schwarmfisch, bei dem nur innerartlich eine Rangfolge festgelegt wird.
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Zucht
Sehr einfach. Dauerlaicher. Die sehr kleinen Eier werden morgens und abends nach Balzspiel an geeigneten Substraten abgelegt. Nach gut einer Woche schlüpfen die sehr kleinen Jungen und müssen mit feinstem Staubfutter (Algen sind besonders geeignet) aufgezogen werden. Langsames Wachstum, die Jungfische zeigen erst nach etwa einem halben Jahr Ansätze der plaktiven Färbung.
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Aquarium:
Mindestens 80 cm Kantenlänge, besser grösser, mit einigen dichten Pflanzenbeständen.
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Nahrung:
Allesfresser, der sogar Wasserlinsen frisst. Nicht nur mit Trockenfutter ernähren!
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Besonderheiten:
Wie alle Regenbogenfische etwas empfindlich gegen Fischtuberkulose, wenn sich die Haltungsbedingungen drastisch ändern. Diese zeigt sich meist in Geschwüren auf dem Körperseiten. Das erstaunliche dabei ist, dass innerhalb einer Gemeinschaft von verschiedenen Regenbogenfischarten oft nur eine einzige erkrankt, während die anderen gesund bleiben. Die Heilungschancen sind gering, deswegen sollten erkrankte Fische abgetötet werden.
Die Eier der Regenbogenfische sind ausserordentlich widerstandsfähig. Wer intensiver züchten will, benutzt ein Ablaichaquarium mit Ablaichmopp aus Synthetikwolle. Dort kann man die Eier regelmässig mit der Hand ablesen. Die Eier werden dann in ein separates Aufzuchtsaquarium eingebracht. Durch die lange Inkubationszeit der Eier kann man auch frisch abgelegte Eier in isolierender Verpackung weltweit versenden. Schon oft sind auch Regenbogenfische mit Pflanzen aus einem Regenbogenfischaquarium unbeabsichtigt weitergeben worden. Die Eier können selbst niedrige Temperaturen sowie eine leichte Desinfektion überstehen.
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Vergesellschaftung:
Alle Regenbogenfische kreuzen sich relativ leicht miteinander, deswegen dürfen nur dann mehrere Arten miteinander gepflegt werden, wenn keine Jungfische aus diesem Aquarium aufgezogen werden sollen. Ansonsten können Regenbogenfische mit nur miteinander, sondern auch mit allen anderen friedlichen Arten vergesellschaftet werden.
Die Kreuzungen der Regenbogenfische sehen manchmal recht attraktiv aus, legen aber in der Regel keine oder nur kleine befruchtete Eier. Auch die Weibchen können miteinander laichen, wenn der Laichdruck zu gross wird (was gerade bei Kreuzungen oft der Fall ist, die Männchen sind dann manchmal nicht an der Fortpflanzung interessiert). Natürlich sind diese Eier dann auch nicht befruchtet. Wenn Kreuzungen gehandelt werden, muss man dies unter einem Fantasienamen machen, etwa “Red Baron” oder “Blauer Regenbogenfisch”. Werden Kreuzungen wissentlich unter einer falschen wissenschaftlichen Bezeichnung, wie M. “marci”, “greeti”, “hammeri” und “Glossolepis boesemani” verkauft und steht dahinter die Absicht, dadurch höhere Gewinne zu erzielen, handelt es sich strafrechtlich um Betrug, der mit empfindlichen Strafen geahndet werden kann.
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Ähnliche Arten:
In Ajamarusee soll noch eine weitere, ähnliche Art vorkommen, Melnotaenia ajamaruesis, die aber seit dem Erstfang nicht wiedergefunden wurde. Eine gewisse Ähnlichkeit haben einige andere Arten aus Neuguines. Boesemans Regenbogenfisch ist ein typisches Beispiel für eine Regenbogenfischart aus den grossen Seen Neuguineas, von denen noch mehrere im Angebot sind. M. lacustris aus dem kutubusee ist deswegen besonders beliebt, weil die Jungtiere sich schon früh blau färben. Die Geschlechter sind relativ schwer zu unterscheiden, da beide bis auf den Bauch sehr stark blau gefärbt sind, aber Flossenspitzen der Rücken- und Afterflosse der Männchen reichen bis zum Schwanzflossenansatz, während die der Weibchen auf der höhe der Schwanzstielmitte enden. Beim Kutubusee- Regenbogenfisch kann man eine Besonderheit der meisten Regenbogenfische sehr gut beobachten, den Balzstrich der Männchen. Zwischen Schnauzenspitze und Ansatz der Rückenflosse sitzen Pigmentzellen, die während der Balz einen Leuchtstrich in kurzen Zeitabständen aufleuchten lassen (Balzstrich), Bei M. lacustris ist dieser weisslich hellblau, bei anderen bräunlich oder gelblich, so auch bei zwei weiteren Vertretern der Seeregenbogenfische aus anderen Gattungen. Der Lachsrote Regenbogenfisch, Glossolepis incisus, stammt aus dem Sentanisee und wird bis zu 15 cm gross (in grossen Aquarien auch grösser). Die Männchen sind kräftig lachsrot, die Weibchen schlanker und bräunlich. Aus dem Lake Holmes stammt der in der Jugend eher goldene, später mehr grünlichrote, bis zu 12 cm gross werdende Blehers Regenbogenfisch, Chilatherina bleheri. Gelegentlich eingeführt wird der überwiegend gelbgoldene Tebera- Regenbogenfisch aus dem Teberasee, M . herbertaxelrodi. Dieser See liegt recht hoch, deswegen sollten die Haltungstemperaturen für diesen Regenbogenfisch eher niedrig sein.
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