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Breitrandschildkröte

Breitrandschildkröte

Testudo marginata

Schutzstatus:

Anhang A.

Verbreitung:

Griechenland, S-Albanien. Die Vorkommen auf Sardinien und in der Toskana sind als eingeschleppt anzusehen.

Lebensraum:

Busch- und strauchreiche Flächen (felsige Hanglage), Bergregionen lokal bis in grössere Höhen.

Panzerlänge:

Bis 35 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Schwanz der Männchen massiger und länger als der der Weibchen. Bauchpanzer nach innen gewölbt =Männchen; flach =Weibchen.

Lebenserwartung.

Über 70 Jahre.

Verhalten:

Tagaktiv.

Temperatur:

Bodentemperatur 26° -28°C, (Lufttemperatur lokal zwischen 30-35°C), lokale Bodenerwärmung bis 40°C. Nachtabsenkung auf 20°C.

Luftfeuchtigkeit:

50 %

Beleuchtung:

Leuchtstoffröhren oder besser  HGL-Strahler sollten im Zimmerterrarium Verwendung finden. Die Art benötigt eine hohe Lichtintensität. Zusätzlich muss für die nötige UV-A-und UV-B-Strahlung gesorgt werden. Es empfiehlt sich zum Sonnenbaden eine UV- Bestrahlung z.B. Ostram Ultra- Vitalux-Strahler.

Bodengrund:

Zimmerterrarium: Lehm- Erde- Gemisch.

Terrarieneinrichtung:

Unterschlupfmöglichkeiten, Steine, Wurzeln u.a. flache grosse Wasserschale. Bodengrund sollte an einer Stelle immer leicht feucht sein.

Futter:

In erster Linie Wildkräuter, verschiedene Keimlinge und Sprossen, Karotten, Paprika, Zucchini, Tomaten, Sukkulenten etc. Mineralstoffe sollten in Form von Sepiaschalen o.ä. ständig zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen. Eine zusätzliche Gabe von Vitaminen ist bei vollwertig mit Kräutern und anderen Pflanzen ernährten Tieren i.d.R. nicht erforderlich. Frisches Trinkwasser ist stets anzubieten.

Fortpflanzung:

Legt 2 -12 hartschalige Eier, bis zwei Gelege im Jahr möglich. Zeitigungsdauer bei 29-31°C etwa 60-70 Tage.

Bemerkungen:

Die Breitrandschildkröte ist nur nach strenger Beachtung von Ernährung und Freilandhaltung auch für den Anfänger geeignet. Für ihre Haltung ist eine sonnenexponierte Freilandanlage (mit beheizbaren Schildkrötenhaus) unerlässlich. Ein Zimmerterrarium ist kein adäquater Ersatz und kann nur als kurzweilige Notlösung angesehen werden. Eine Pflege im Gewächshaus ist möglich. Eine Überwinterung ist ebenso erforderlich (bei 4-6°C). Diese erfolgt vom November bis März (bei 4-6°C). Wer den Aufenthalt in einer Freianlage und eine Überwinterung nicht gewährleisten kann, muss auf eine Haltung dieser Art verzichten. Jungtiere der Art neigen bei zu gehaltvoller Fütterung bzw. zu schnellem Wachstum zu Höckerbildungen des Panzers.

Behältergrösse:

Bodenfläche für zwei ausgewachsene Exemplare mindestens 6 m², z.B. 300 x 200 cm (L x B).

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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