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Diskus

Diskus

Symphysodon aequifasciatus spc.

Vorkommen und Haltung:

Ihr natürlicher Lebensraum sind die Gewässer im mittleren und oberen Gebiet des Amazonas. Früher waren diese Fische dort weit verbreitet, Umweltverschmutzung und das Auftauchen von Goldgräbern, sowie das Abfischen der Tiere für die Aquaristik, haben jedoch ihren Naturbestand deutlich reduziert.

Amazonas Gewässer zeichnen sich durch ihre Armut an Mineralstoffen aus. Diese Armut drückt sich in weichen bis sehr weichen Wasser aus. Diskusfische sind also Weichwasserfische. Eine weitere wichtige Rolle in der Diskushaltung spielt der pH- Wert, der auch den natürlichen Begebenheiten der Fische angepasst werden sollte (siehe Tabelle). In der Natur liegt der pH- Wert in Gewässern wo Diskusfische anzufinden sind zwischen 5,0 und 6,6. Vorsicht ist immer bei einem pH- Wert um die 5,0 geboten, da bei einem Wert unter 5,0 mit Säureschäden bei den Fischen zu rechnen ist.

Zur Steuerung des pH-Wertes eignet sich der Einsatz einer CO2- Anlage, als besonders geeignet haben sich solche Anlagen erwiesen, die gleichzeitig auch den pH-Wert mit überwachen. Um diese Fische zu pflegen sollte man auf einen gut dimensionierten Filter wert legen und nicht an der Aquarientechnik ( z.B. elektronischer pH-Wertmesser, CO2- Anlage, Redoxspannungsmesser, Einsatz von UV- Licht zur Keimzahlsenkung sind äusserst sinnvoll) sparen. Regelmässig sollte man auch einen Wasserwechsel durchführen. Achtung: Jedes neu aufbereitetes Wasser muss dieselben Werte wie das Aquarienwasser haben. Nicht aufbereitetes Wasser würde die Wasserparameter im Aquarium verändern und die Fische stressen, bzw. schädigen.

An die Beleuchtung stellt der Diskus keine besonderen Ansprüche, da er auch in der Natur in dunkleren Gewässern lebt, jedoch ist für eine optimale Diskushaltung ein guter Pflanzenwuchs im Aquarium anzustreben und Pflanzen benötigen für einen guten Wuchs ausreichend Licht. Die Beleuchtungsdauer sollte ca. 12 Stunden betragen (Tagrhythmus in der Natur).

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Diskushaltung ist die Wassertemperatur, sie sollte sich immer im Bereich zwischen 26-30°C befinden.

Diskusfische:

Diskusfische gehören der Familie der Buntbarsche oder Chichliden an.

Grösse:

Ein ausgewachsener Diskus erreicht eine Länge von ca. 15 cm.

Wasserwerte:

pH: 6 - 6,5

°dGH: 3

KH:

Temp:26-30°C

Beckengrösse:

Die Mindestgröße für diese Fischart liegt bei einer Kantenlänge von 1,20 m. Als geeignet sollten besonders hohe Aquarien gelten (min. 50cm hoch).

Futter:

Diskusfische sind Allesfresser

  • Lebendfutter
  • Rote Mückenlarven
  • Schwarze Mückenlarven
  • Wasserfloh
  • Garnellen und andere Kleinkrebse

Hochwertiges Flocken- bzw. Trockenfutter (nur als Ersatzfutter)

Grünfutter:

  • Grüne und rote Algen
  • Detritus usw.

Das von einigen Züchtern empfohlene Rinderherz sollte nicht verfüttert werden, da es zu Darmentzündungen der Tiere führen kann.

Einmal in der Woche bei ausgewachsenen Fischen einen Diättag einlegen, Jungfische müssen jedoch wie bei anderen Fischen auch bis zu 6x am Tag gefüttert werden. In der Natur sind Diskusfische durch den jahreszeitlichen Wechsel, in der kargeren Jahreszeit (Mangelangebot an tierischen Futter) zu einem Grossteil auf, das Fressen von Pflanzennahrung übergegangen. Aus diesem Grund sollte auch in der Aquaristik, trotz der Vorzüge der Tiere auf Lebendfutter auch pflanzliche Kost angeboten werden (Vorbild Natur).

Sozialverhalten:

Ausgewachsene Diskusfische finden sich zu Paaren zusammen und bilden Elternfamilien. Sie betreuen gemeinsam ihren Laich, oft kann man dann ein befächeln der Eier beobachten, abgestorbene Eier werden vorsichtig aus dem Gelege entfernt, um so eine Verpilzung der restlichen Brut zu vermeien. Schwimmen die Jungtiere dann erst frei, werden sie durch einen eiweisshaltigen Belag, der sich auf der Schleimhaut der Elterntiere bildet ernährt. Jungfische weiden ihre Elterntiere nun abwechselnd ab. Wegen dieser Art der Jungenaufzucht, ist es kaum möglich Diskusfische ohne ihre Eltern allein grosszuziehen. Nach dieser Elternahrung füttert man den Jungtieren kleine Naupien.

Vergesellschaftung:

Natürlich kann man auch Diskusfische mit anderen Fischen vergesellschaften. Um jedoch das Paarverhalten der Diskusfische beobachten zu können, sollte man ein Diskusbecken immer nur mit wenigen Fischen besetzen, Überbesatz ist dringstens zu vermeiden, was sich allein schon an der Nitratempfindlichkeit verdeutlichen lässt.

Zucht:

Um Diskusfische zu vermehren, benötigt man viele Unterstände, z.B. Wurzeln und großblättrige Pflanzen, hin und wieder wird auch ein Diskuskegel eingesetzt (Diskuslaichkegel sollten aber nie der einzigste Dekorationsgegenstand sein), an diesen befestigt das Muttertier ihren Laich und das Diskusmännchen bestreicht ihn mit seinem Sperma.

Diskusnachzuchten

Nachzuchten aus deutschen Zuchten, vertragen auch Härtegrade bis 10°dGH. Auch ihre pH- werttoleranz liegt im geringen Masse über den Ursprungswerten. Mittlerweile gibt es verschiedene Farbzuchten der Diskusfische, z.B. Blauer, Grüner, Brauner, weisser und auch roter Diskusfisch. Je ausgefallener jedoch die Züchtung ist, desto schwieriger sind auch die Haltung und meist auch die Zucht der Tiere. Die Zuchtformen verlieren immer mehr ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Ein weiteres Problem bei der Hobbyzucht von Diskusfischen ist die Inzuchtzüchtung, dauernde Verpaarung von Geschwistertieren führt über die Zeit zu fortpflanzungsunfähigen Jungtieren.

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