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Edelpapagei
Eclectus roratus
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Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet der Edelpapageien umfasst, abhängig von der Unterart, Neuguinea, Sumba, die Tanimbar- und die Aru-Inseln, die Inseln Seram, Buru, Halmahera, Biak, die Admiralsinseln, die Molukken, die Salomonen und das Bismark-Archipel sowie die Cape York-Halbinsel im Norden Australiens. Bevorzugter Lebensraum sind alle Arten von Wäldern, aber auch landwirtschaftliche Nutzflächen.
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Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig
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Allgemeines:
Erstmalig gelangte die Art 1849 in den Zoo von Amsterdam. Die Erstzucht gelang 1881 in Deutschland. Ohne genaue Kenntnis der Herkunft sind die Unterarten, insbesondere bei den Männchen, schwierig oder gar nicht zu bestimmen.
Edelpapageien sind sehr anfällig für Soor (Infektion mit Schimmelpilzen der Arten Candida und Monilia).
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Geschlechtsunterschiede:
Edelpapageien zeigen einen ausgeprägten Sexualdimorphismus, der einmalig unter den Papageien ist. Während das Männchen grün gefärbt ist, zeigt sich das Weibchen in einem leuchtenden Rot. Die Männchen haben zudem einen roten Oberschnabel mit einer gelben Spitze, während er bei den Weibchen schwarz ist. Jungvögel ähneln den Erwachsenen, jedoch ist ihre Iris braun (Adulte gelblichweiß) und ihr Oberschnabel bräunlich. Aufgrund der extrem unterschiedlichen Färbungen der Geschlechter wurden Männchen und Weibchen lange Zeit für unterschiedliche Arten gehalten.
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Verwechslungsmöglichkeit:
Keine bekannt.
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Lebenserwartung.
Über 15 Jahre.
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Klimatische Ansprüche:
Edelpapageien sind wärmebedürftig. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 20° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%. Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen und Temperaturen unter 18°C sind zu vermeiden.
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Sozialverhalten:
Die Vögel leben bevorzugt paarweise, in Familienverbänden oder in kleinen Gruppen. Die Paarfindung erfolgt über einen längeren Zeitraum und gewöhnlich sind die Weibchen aggressiver als die Männchen. Ausserhalb der Brutzeit können die Weibchen auch innerhalb eines Paares extrem aggressiv werden und das Männchen vehement attackieren oder sogar töten.
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Haltung:
Edelpapageien sind sozial und dürfen daher nur paarweise - in einem harmonierenden Paar - gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Folgende Mindestmaße werden empfohlen.
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LxBxH in cm
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Besatzdichte
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Bemerkungen
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200 x 100 x 100
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für 2 Tiere
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regelmässiger Freiflug!
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Bei dauerhafter Käfighaltung beginnen sie oft mit anhaltendem Federrupfen.
Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke, etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen, ebenso reichhaltige Klettermöglichkeiten. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen ein bis zweimal täglich besprüht werden. Auch Sandbäder werden gerne angenommen.
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Ernährung:
Edelpapageien neigen zum Verfetten, daher sollte auf Verfütterung fettreicher Sämereien verzichtet werden. Futterplätze sollten hoch oben in der Voliere angebracht werden.
Das Grundfutter besteht aus einer vielfältigen Samenmischung (nach Robiller: Kardi, Dari, Hanf, Buchweizen, Silberhirse, Rübsen, Glanz, Hafer, Leinsamen, Milo, Weizen). Zusätzlich und reichlich Obst (Ananas, Melone, Beeren, Weintrauben, Hagebutten), Gemüse (Spinat, Löwenzahn, Salat) sowie Grünfutter, vor allem halbreife Samenbestände von Wildkräutern, Keimfutter und Knospen. Auch halbreifer Mais wird gerne angenommen.
Gelegentlich sollte tierisches Eiweiss (Fleisch, Käse oder Ei) angeboten werden. Edelpapageien haben einen hohen Bedarf an Vitamin-A. Kalkgrit und frisches Trinkwasser müssen ständig zur Verfügung stehen.
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Zucht:
Edelpapageien sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht i.d.R. aus 1-3 Eiern, die Brutdauer beträgt ~28-29 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 60-79 Tagen aus und sind nach weiteren 2-3 Wochen selbständig. Während der Brut mausert sich das Weibchen oftmals.
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Buchempfehlung:
  
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