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Feenbuntbarsch

Feenbarsch

Neolamprologus brichardi

Vorkommen

Uferzone des Tanganjikasees im Felsenbereich. Während der Malawisee nur mässig hartes Wasser hat, ist dies im Tanganjikasee mit knapp 600 Mikrosiemens/cm deutlich härter und mit einem pH-Wert von 8,6 bis 9,2 auch alkalischer.

Wasserwerte:

pH-Wert 7,0 - 9,0; bis 25°dGH, 24 -28°C.

Maximale Länge:

10 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Bei Jungtieren kaum zu unterscheiden. Bei erwachsenen Feenbarschen sind die Rückenflosse sowie die Schwanzflossenzipfel stärker ausgezogen als bei den Weibchen.

Verhalten:

Für einen Buntbarsch relativ friedlich. Zwar wird das eigene Revier, das aus einigen Steinaufbauten bestehen sollte, gegen andere Arten verteidigt, ausserhalb dieser Zone besteht für andere Aquarienfische keine Bedrohung.

Zucht

In einem neuen Bestand findet sich erst ein einzelnes Pärchen, das sich eine Höhle als Laichplatz aussucht. Dort wird nach dem Putzen des Laichplatzes abgelaicht. Die bis zu 200 Eier werden vom Weibchen bewacht, das Männchen verteidigt die Höhlenumgebung. Nachdem die ersten Jungfische geschlüpft sind, werden sie nicht sonderlich intensiv weiter bewacht und verteilen sich meist in der näheren Felsregion, wo sie sich auch in kleinsten Felsritzen vor anderen Aquarieninsassen verstecken. Von ihren Eltern haben sie kaum etwas zu befürchten. Das Pärchen laicht bald wieder ab und nun kann man, wenn alles gut geht, das Entstehen eines der interessantesten Sozialverbände bei Buntbarschen beobachten. Denn die älteren Jungfische übernehmen nun die Pflege und Bewachung des Geleges sowie der Jungfische, und erst wenn sie die Geschlechtsreife erreicht haben, müssen sie den Verband verlassen.

Aquarium:

Wer das Sozialverhalten beobachten will, sollte ein Aquarium mit mindestens 80 cm, besser 1,00 m Kantenlänge verwenden. Neben grösseren Steinaufbauten sollten ruhig einige Pflanzenbestände mit solchen Pflanzen aufgebaut werden, die das harte Wasser gut vertragen.

Nahrung:

Allesfresser, der regelmässig Lebend- oder Frostfutter erhalten sollte.

Besonderheiten:

Einer der Buntbarsche, die wegen der Wasserwerte in normalen Leitungswasser gehalten werden könnten. Wichtig ist dass der pH-Wert immer über 7 liegt. Auch wegen des Verhaltens der Buntbarsche, mit denen Freunde dieser Fischfamilie ihre ersten Erfahrungen machen können.

Vergesellschaftung:

In ausreichend grossen Aquarien ist die Vergesellschaftung vor allem mit anderen Tanganjikaseebuntbarschen möglich. Aber auch alle anderen Fische, die keine Versteckplätze benötigen und damit keine Laichplatzkonkurrenten sind und die gleichen Wasseransprüche haben, können mit diesen zusammen gepflegt werden, so etwa auch Mollys oder Schwertträger.

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