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feinsittich

Feinsittich

neophema chrysostoma

Vorkommen

Der Feinsittich kommt im Südosten Australiens und auf Tasmanien vor. Er bewohnt sehr unterschiedliche Lebensräume, von Hochwäldern bis hin zu offenen Graslandschaften.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Erstmalig waren Feinsittiche 1874 in Berlin zu sehen. Sie wurden jedoch selten nach Europa gebracht. Erst in den 60er Jahren wurden sie in Deutschland vermehrt gehalten und gezüchtet.

Geschlechtsunterschiede:

Das Männchen hat ein dunkelblaues, bis hin zu den Augen reichendes Stirnband. Diese Band ist beim Weibchen schmaler. Ausserdem ist das gesamte Gefieder beim Männchen etwas farbintensiver. Jungvögel sind deutlich blasser.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Ungefähr 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Feinsittiche werden seit ca. 40 Jahren in  Deutschland nachgezüchtet und sind an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.

Sozialverhalten:

Feinsittiche leben in Paaren oder kleinen Gruppen, im Winter schliessen sie sich zu grösseren Schwärmen zusammen. Einen Grossteil ihrer Zeit verbringen sie auf dem Boden auf der Suche nach Nahrung. Sie sind nicht aggressiv, sondern eher zutraulich und verträglich.

Haltung:

Feinsittiche sind sehr soziale Vögel und dürfen daher nur paarweise oder in kleinen Gruppen gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Für die Käfighaltung sind sie wegen der Gefahr der Verfettung nicht geeignet. Es werden daher grössere Volieren mit folgenden Mindestmaßen empfohlen:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 60 x 100

für 2 - 4 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein. Sitz- und Schlafbrettchen werden gerne angenommen.

Ernährung:

Täglich frisches Trinkwasser; Fettarme Körnermischung mit kleinen Saaten (vor allem verschiedene Hirsearten, etwas Negersaat, wenig Hanf), Kolbenhirse leicht angekeimt, geschälter Hafer und tägliche Gabe von Frischfutter (Obst, Gemüse, Grünfutter). Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen. Während der Mauser wird etwas tierisches Eiweiss benötigt. Bei Bewegungsmangel verfetten die Tiere schnell.

Zucht:

Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern, die Brutdauer beträgt 18-19 Tagen. Die Jungtiere fliegen nach 4-5 Wochen aus und sind nach weiteren 2 Wochen selbständig. Anfangs zeigen ausfliegende Jungvögel ein sehr stürmisches Flugverhalten, was zu schweren Verletzungen führen kann.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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