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Gelbbrustara

Gelbbrustara

Ararauna

Vorkommen

Der Gelbbrustara bewohnt weite Gebiete des tropischen Südamerikas. Er ist vom östlichen Panama über Kolumbien und das gesamte Amazonasgebiet verbreitet, sowie im Nordosten Boliviens, Perus und Teilen Venezuelas. Bevorzugter Lebensraum sind tropische bis subtropische Wälder entlang der Flussläufe und Seen.

Schutzstatus:

Anhang B.

Kennzeichnungspflichtig.

Allgemeines:

Der Gelbbrustara war bereits 1580 in Europa bekannt und wurde in den letzten 200 Jahren regelmässig importiert. Die Welterstnachzucht gelang 1833 in Frankreich. Leider wird der Gelbbrustara in Gefangenschaft häufig mit anderen Ara-Arten, speziell dem Grünflügelara oder dem Hellroten Ara gekreuzt, denn dabei entstehen oft gewinnbringende Mischlinge mit spektakulären Farben. Solche Mischlingszuchten sind generell abzulehnen.

Geschlechtsunterschiede:

Äussere Geschlechtsunterschiede sind nicht vorhanden. Manche Autoren geben an, dass die Weibchen kleinere Schnäbel und schmälere Köpfe hätten als die Männchen. Bei jungen Vögeln ist die Iris dunkel (Adulte gelblichweiß) und die Schwanzfedern sind kürzer.

Lebenserwartung.

35-40 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Gelbbrustaras benötigen Temperaturen, die dauerhaft über 18°C liegen sollte und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zugluft und plötzliche Temperaturschwankungen sind zu vermeiden. Die Vögel müssen mindestens einmal, besser zweimal täglich mit Wasser besprüht werden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Temperatur von mindestens 10°C vorhanden sein.

Sozialverhalten:

Der Gelbbrustara lebt paarweise, teilweise auch in grösseren Gruppen, zusammen. Auch innerhalb der Gemeinschaft mit Artgenossen besteht ein ständige, enger Kontakt zum Partner.

Haltung:

Aras sind intelligente, neugierige und extrem bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere benötigen aussergewöhnlich viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich) sonst verkümmern sie. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.

Für die Haltung von Aras gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Untertags werden die Tiere auf einen Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. -höhle..
  • Haltung in einer Zimmervoliere mit folgenden Mindestmaßen 400 x 200 x 200 cm (BxTxH) für max. zwei Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vorallem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit
  • Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4-6 m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem beheiztem Schutzraum (Mindesttemperatur 10°C, Grundfläche mindestens 2m²). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.

Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!

Aras sind starke Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.

Ernährung:

Körnermischung, z.B. Papageien- und Großsittichfutter gemischt (ohne Nüsse!) oder ein Gemisch aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Mais, Hafer, Weizen, Kardisaat und Sonnenblumenkernen. Zudem gekeimte Körner, vor allem Sonnenblumenkerne. Dazu reichhaltig und abwechslungsreich Obst, Gemüse und Grünfutter. Gelegentlich Nüsse als Leckerbissen. Tierisches Eiweiss sollte in geringen Mengen angeboten werden. Kalkgrit und frisches Trinkwasser müssen zur Verfügung stehen.

Zucht:

Gelbbrustaras sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht gewöhnlich aus 2-3 Eiern. Die Brutdauer beträgt 25 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 80-95 Tagen aus und sind nach weiteren 3-4 Wochen selbständig. Fortpflanzungsfähig werden sie im alter von 6-7 Jahren.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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