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Gelbhaubenkakadu
cacatua galerita
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Vorkommen
Das Verbeitungsgebiet des Gelbhaubenkakadus erstreckt sich über den Norden- und Osten Australiens sowie Neuguinea und Teile Neuseelands. Der Grosse Gelbhaubenkakadu (C. g. galerita) kommt im nördlichen, östlichen und südöstlichen Australien einschliesslich Tasmaniens und der Insel King vor. Zudem wurde er in Neuseeland eingebürgert. Der etwas kleinere Mittlere Gelbhaubenkakadu (C. g. fitzroyi) kommt im Norden Australiens sowie einiger vorgelagerter Inseln vor. Ihre zusammengelegte Federhaube ist spitz und ihre nachten Augenringe sind meistens weiss. Der Tritonkakadu (C. g. Triton) ähnelt in der Grösse dem Grossen Gelbhaubenkakadu, hat jedoch keinen gelben Ohrfleck und der nackte Augenring ist blau. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Neuguinea und einige westlich davon gelegenen Inseln. Der Status 4. Unterart, des Elenora-Gelbhaubenkakadus (C.g. eleonora) ist unsicher. Er ähnelt bis auch den etwas kleineren Schnabel sehr dem Tritonkakadu und kommt nur auf der Insel Aru vor.
Die Gelbhaubenkakadus bewohnen offene Waldlandschaften, hohe Bäume an Wasserläufen, tropischen Regenwald, Plantagen sowie mit Bäumen bestandene Savannen.
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Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig.
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Allgemeines:
Die verschiedenen Unterarten kamen etwa 1850 nach Europa. Die ersten Zuchterfolge gelangen 1879 in Algier und 1883 in Deutschland.
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Geschlechtsunterschiede:
Äussere Geschlechtsunterschiede sind kaum vorhanden. Lediglich die Iris ist beim Weibchen rotbraun, beim Männchen dagegen schwarzbraun. Auch der Schnabel des Weibchens ist etwas kleiner. Jungtiere gleichen ihren Eltern, ihre Iris ist schwarzbraun.
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Lebenserwartung.
Über 30 Jahre. Altersrekorde liegen bei über 80 Jahren.
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Klimatische Ansprüche:
Gelbhaubenkakadus sind sehr robust. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.
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Sozialverhalten:
Gelbhaubenkakadus weisen ein komplexes Sozialverhalten auf und sind extrem kontaktbedürftig. Sie bilden feste Paare. Ausserhalb der Brutzeit leben sie in kleinen Gruppen oder Schwärmen. Untereinander sind sie zumindestens bei der Futtersuche sehr angriffslustig und futterneidisch. Auch innerhalb des Paares kann es zu beträchtlichen Aggressionen kommen.
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Haltung:
Gelbhaubenkakadus sind intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere brauchen extrem viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich), da sie sonst verkümmern. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.
Für die Haltung von Kakadus gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einem Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. Schlafhöhle.
- Haltung in einer Zimmervoliere mit den folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (B x T xH) für max. 2 Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit.
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4- 6m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem Schutzraum (Mindesttemperatur >5°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
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Gelbhaubenkakadus sind extreme Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Besonders gerne entrinden sie Äste und Baumstämme. Entweder muss eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel sind regelmässig zu besprühen.
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Ernährung:
Die Nahrung von Kakadus setzt sich aus einer Körnermischung, viel Frischfutter und regelmässig tierischem Eiweiss zusammen.
- Grundfutter: Körnerfutter u.a. aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Buchweizen, wenigen Sonnenblumenkernen, etwas Hanf und Weizen. Die Körnermischung darf nicht zu fettreich sein (Leberschäden). Daher sollten Nüsse, z.B. Zirbelnüsse, nur gelegentlich als Leckerbissen angeboten werden.
- Frischfutter: (Äpfel, Apfelsinen, Ebereschenbeeren u.a.), Gemüse (Möhren, Gurken, Zucchini, Sellerie, Erbsenschoten u.a.), Grünfutter (Löwenzahnwurzeln, Samenstände von Gräsern und Kräutern, diverse Wildkräuter, reichlich Zweige mit Knospen etc.) und Keimfutter.
- Tierisches Eiweiss muss regelmässig in kleinen Mengen angeboten werden (1-2/Woche).
Das Mischungsverhältnis (nach Robiller) für nicht züchtende Vögel ist~50% trockenes Körnerfutter,~25% Keimfutter. Dazu 1-2mal wöchentlich tierisches Eiweiss. Frisches Trinkwasser und Kalkgrit müssen ständig vorhanden sein.
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Zucht:
Gelbhaubenkakadus sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 1 bis 2, selten 3 Eiern. Die Brutdauer beträgt ungefähr 30 Tage. Die Jungtiere fliegen nach ca. 12 Wochen aus und sind nach weiteren 3-4 Wochen selbständig. Mischlinge mit Inka-, Nasen-, Nacktaugen- und Rosakakadus sind bekannt.
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Buchempfehlungen:
  
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