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Glanzsittich

Glanzsittich

neophema splendida

Vorkommen

Der Glanzsittich kommt vor allem im Inneren Südaustraliens vor, vom westlichen Neusüdwales bis zum südöstlichen Westaustralien. Bevorzugter Lebensraum ist Buschland sowie baum- und buschbewachsenes, steiniges Hügelland.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Die ersten Glanzsittiche gelangten 1871 in den Londoner Zoo. In den darauf folgenden Jahrzehnten waren die Vögel grosse Raritäten, da sie als fast ausgestorben galten. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden stabile Zuchtbestände aufgebaut. Folgende Mutationen oder Formen werden z.Z. unterschieden: Gelbgescheckt, seegrün, pastellblau, blau, zimt, isabell, farbe und Rotbauch. Ausserdem gibt es Gerüchte über das Bestehen einer dunkelgrünen und einer mauve-farbenen Mutation.

Geschlechtsunterschiede:

Die Geschlechter sind bei der Wildform eindeutlich zu unterscheiden, denn das Männchen besitzt einen prächtig blau gefärbten Kopf und eine rote Brust. Bauch sowie Schwanzwurzel sind leuchtend gelb gefärbt. Das Weibchen hat dagegen eine deutlich schwächere hellblaue Kopffärbung, Brust und Kehle sind grünlich und die Unterseite gelblich. Junge Vögel sind beinahe ein Ebenbild der Weibchen.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Ungefähr 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Glanzsittiche werden seit ca. 40 Jahren in Deutschland nachgezüchtet und sind an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.

Sozialverhalten:

Der Glanzsittich gilt als friedlich. In der Brutperiode sondern sich die Tiere paarweise ab oder bilden kleine Gruppen. Ausserhalb der Brutzeit bilden sie grössere Schwärme.

Haltung:

Glanzsittiche sind sehr sozial und dürfen daher nur paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Folgenden Mindestmaße werden empfohlen:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 60 x 100

für 2 - 4 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Bei Bewegungsmangel neigen die Vögel zur Verfettung. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein. Sitz- und Schlafbrettchen werden gerne angenommen.

Ernährung:

Täglich frisches Trinkwasser; Fettarme Körnermischung mit kleinen Saaten (alle Hirsesorten, etwas Negersaat, wenig Hanf), Kolbenhirse leicht angekeimt, geschälter Hafer und tägliche Gabe von Frischfutter (Obst, Gemüse, Grünfutter). Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen. Während der Mauser wird etwas tierisches Eiweiss benötigt.

Zucht:

Glanzsittiche sind Höhlenbrüter. Die 3-6 Eier werden ca. 18 Tage bebrütet bis die Jungen schlüpfen. Nach ca. 30 Tagen sind die Jungen flügge und nach weiteren 3 Wochen selbständig. .

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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