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Goldfisch

Goldfisch

Carassius auratus auratus

Vorkommen

Wahrscheinlich als rote Form des Giebels zuerst in China aufgetaucht und dort kultiviert; bereist seit dem 18. Jahrhundert freilebend auch in deutschen Gewässern, inzwischen nahezu weltweit in den gemässigten Breiten. Bevorzugt werden langsam fliessenden und stehende Gewässer mit Pflanzenbewuchs besiedelt.

Wasserwerte:

pH-Wert  6 - 8; bis 20°dGH, 10 - 24°C.

Maximale Länge:

In Ausnahmefällen kann diese Art bis 60 cm gross werden, normal sind 30 - 35 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen sind deutlich fülliger. Die Männchen bekommen in der Laichzeit auf dem Kopf und dem Vorderkörper einen weissen Laichausschlag, der nicht mit einer Krankheit (Ichthyo) verwechselt werden sollte.

Verhalten:

Ruhiger Fisch, der gerne in Gruppen schwimmt, aber kein echter Schwarmfisch ist. Gründelt gelegentlich im Bodengrund.

Zucht

Auch im Aquarium möglich. Nach einer kühlen Periode lässt sich das Ablaichen meist durch Temperatursteigerung und mehrere Wasserwechsel auslösen. Die Eizahl bei Weibchen kann bei weit mehr als 1000 liegen. Die Jungfische schlüpfen nach etwa 5 Tagen, sie sind erst schwarzgrün und färben sich erst nach einem knappen Jahr um. Das Wachstum ist zügig, wenn genug Platz und Nahrung vorhanden sind.

Aquarium:

Ab 1,00 m Kantenlänge, besser grösser. Als Bodengrund sollte nicht zu grober, keinesfalls scharfkantiger Kies dienen, damit die Goldfische ihrem natürlichen Gründelbedürfnis nachkommen können. Planzen (robuste Arten) sollten in Töpfe gepflanzt werden.

Nahrung:

Allesfresser, der grosse Mengen Futter vertilgen kann. deswegen darf nicht zu protein- und fettreiches Futter verwendet werden, da es sonst zu Leberverfettung kommen kann.

Besonderheiten:

Schon sehr früh wurden vom Goldfisch zahlreiche Zuchtformen (Flossen und Farben) herausgezüchtet. Während bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts bei uns der Schleierschwanz die wichtigste Zuchtform war, sind es heute eher Fächer- und Frassenschwanz mit ihren verschiedenen Formen wie Ryukin und Oranda (Vorsicht mögliche Qualzuchten). Dabei wurden verkrüppelte und verstärkt auch fehlende Flossen bevorzugt (Eierfisch). Während der Kulturrevolution in China geriet die Goldfischzucht ins Hintertreffen, erlebte aber inzwischen dort eine Renaissance. Deswegen sind wahrscheinlich weitere Zuchtformen zu erwarten, bei denen wir aber besonders darauf achten sollten, dass die Fische nicht durch ihre Körper- oder Flossenform leiden.

Vergesellschaftung:

Zu kleine Fische werden als Futter angesehen, ansonsten können die Goldfische mit allen anderen friedlichen Fischarten vergesellschaftet werden.

Ähnliche Arten:

Die Goldorfe (gibt es auch in Silberform) ist ähnlich gefärbt und wird etwas grösser, bleibt jedoch deutlich schlanker. Noch grösser wird die Goldschleie, die meist mehr gelblich ist und - wie die Wildform - nur über winzige Schuppen verfügt. Beide sind, wie der Goldfisch, xanthoristische Mutationen ihrer Stammformen.

Grundsätzlich handelt es sich beim Goldfisch eher um einen Teichfisch, bei dem die Normalform auch im ausreichend tiefen Teich überwintern kann, während die empfindlicheren Zuchtformen im Winter in einem Aquarium im Inneren und bei über 10 °C überwintert werden sollten.

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