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Grauastrild

Grauastrild

estrilda troglodytes

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Grauastrilds erstreckt sich in einem schmalen Band von Senegal bis ans Rote Meer, im Norden Äthiopiens, südwärts bis zum südlichen Sudan und in Norduganda. Bevorzugte Lebensräume sind Trockenbuschsavannen, Steppen, Dickichte an Flüssen, Wegen und Feldern. Der Grauastrild ist ein Kulturfolger, der sich viel im Gebüsch und Hochgras aufhält. Zur Nahrungssuche hält er sich bevorzugt auf dem Boden auf.

Schutzstatus:

Anhang C.

Allgemeines:

Wann die ersten Grauastrilde nach Europa kamen ist nicht bekannt. Sie wurden jedoch schon seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Frankreich gehalten und gezüchtet sowie zu tausenden regelmässig importiert.

Geschlechtsunterschiede:

Beim Weibchen ist der rote Bauchfleck blasser und kleiner. Die Jungvögel haben einen schwarzen Schnabel und zunächst fehlt ihnen jegliches Rot im Gefieder.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Über 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Grauastrilde sind aufgrund der langen Domestikation gut an unser Klima angepasst. Temperaturen zwischen 18° und 24°C werden problemlos vertragen. Temperaturen unter 18°°, Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind jedoch zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Grauastrilde schliessen sich ausserhalb der Brutzeit zu grösseren Schwärmen zusammen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Prachtfinken mit ähnlichen Ansprüchen an die Haltung ist möglich, da Grauastrilde sehr friedlich sind.

Haltung:

Grauastrilde sollten nie allein, sondern immer paarweise oder in einer kleinen Gruppe gehalten werden. Folgende Mindestmaße sollten dabei nicht unterschritten werden:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

80 x 40 x 60

80 x 80 x 60

für 2 Tiere

Für 4-6 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Ernährung:

Grauastrilde benötigen ein Mischfutter aus kleinkörnigen Hirsesorten und Glanz. Kolbenhirse, gekeimte Saaten, Grünfutter wie Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen, aber auch Gurkenscheiben werden gerne angenommen. Tierisches Eiweiss in Form von frisch gehäuteter Mehlwürmer sowie ei- bzw. insektenhaltigem Weichfutter kann gelegentlich angeboten werden. Die Aufzucht von Jungtieren gelingt nur, wenn hochwertiges tierisches Eiweiss, am besten in Form von Lebendfutter, angeboten wird. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit.

Zucht:

Zur Brut werden gerne Nisthilfen angenommen oder die Nester in dichtes Gebüsch in Bodennähe gebaut. Auch Bodennester sind bekannt. Während der Balz bitet das Männchen dem Weibchen Halme an (Halmbalz). Das Gelege umfasst 4-5 Eier, die Brutdauer beträgt 12 -14 Tage, nach 19-21 Tagen sind die Jungen flügge. Nach weiteren zwei bis drei Wochen sind sie selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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