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Grauköpfchen

Grauköpfchen

Agopornis cana

Vorkommen

Die Norminatform lebt im Osten und Nordwesten von Madagaskar. Sie wurden zudem auf den Komoren, Seychellen, Réunion und Mauritius eingebürgert. Die Unterart A. c. ablectanea lebt im Nordwesten Madagaskars. Lebensräume des Grauköpfchens sind u. a. Wälder, Grasland und baumbestandene Savannen, aber auch landwirtschaftliche Nutzflächen.

Schutzstatus:

Anhang B.

Allgemeines:

Grauköpfchen zählen zu den seltener gehaltenen Agaporniden. Sie kamen erstmals 1860 nach Europa und wurden vermutlich 1872 das erste Mal nachgezüchtet. Sie sind nicht für Anfänger geeignet.

Geschlechtsunterschiede:

Kopf, Nacken und Brust der Männchen sind hellgrau gefärbt. Bei den Weibchen dagegen grün, lediglich der Kopf ist bei ihnen leicht grau überhaucht.

Lebenserwartung.

12-16, in Ausnahmefällen über 20 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Nachzuchtstiere stellen keine besonderen Ansprüche an das Klima. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit über 60%. Zugluft, Kälte (Temperaturen unter 10°C) und Nässe, sowie  plötzliche Temperaturschwankungen sind zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Grauköpfchen sind sehr sozial und dürfen daher nur paarweise (gleichgeschlechtlich oder getrenntgeschlechtlich) oder in kleinen Schwärmen gehalten werden. Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Vogelarten (Ausnahme Wachteln etc.) ist nicht möglich.

L x B x H in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 60 x 100

für 2 -4 Tiere

Regelmässiger Freiflug!

Haltung:

Eine Einzelhaltung von Grauköpfchen ist grundsätzlich abzulehnen. Oben angegebene Mindestmaße sind empfohlen.

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein. Sitzbrettchen werden gerne angenommen. Zur Übernachtung benötigen sie stets Schlafkästen (z.B. Wellensittichnistkästen).

Ernährung:

Täglich frisches Trinkwasser; Körnermischung für Agaporniden (möglichst wenige Sonnenblumenkerne) und tägliche Gabe von Frischfutter (Obst, Gemüse, Grünfutter). Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen. Während der Mauser wird tierisches Eiweiss benötigt.

Zucht:

Für die Brut benötigen die Tiere einen Nistkasten und dünne Zweige, vornehmlich von Weiden. Das Nest wird aus kleinen Zweigen und Rinde gebaut. Das gesamte für ein Nest benötigte Material wird unter das Gefieder gesteckt und so zur Nisthöhle transportiert. Das Gelege besteht aus 2-5 Eiern, die Brutdauer beträgt 21-23 Tage. Nur das Weibchen brütet, es wird vom Männchen gefüttert. Die Jungtiere fliegen nach 5-6 Wochen aus und sind nach weiteren 3 Wochen selbständig. Zur Zucht benötigen sie Temperaturen von 20° - 25°C und eine relative Luftfeuchtigekit von 65-75%.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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