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Griechische Landschildkröte

Griechische Landschildkröte

Testudo hermanni

Schutzstatus : WA II, EG-VO A

anzeigepflichtig (Foto beider Panzerseiten)

Lebenserwartung:

über 70 Jahre

Vorkommen:

Von Nordostspanien, Südfrankreich, Mittel- und Süditalien über Südgriechenland sowie bis auf den gesamten Balkan.

Artbeschreibung:

Erreicht eine Panzerlänge von ca. 23cm Carapaxlänge

Haltungsoptimierung:

Die Schildkröte gehört an sich nicht zu den Tieren mit einem ausgeprägten Sozialverhalten, jedoch wirkt auch Sie in einer Gruppe viel aktiver und lebhafter, deshalb ist auch hier eine Gruppenhaltung , während der Paarungszeit (Frühjahr) angebracht (am besten 3 - 4 Weibchen auf 1 Männchen). Aufgrund der grösseren Anzahl an Weibchen entsteht für das einzelne Weibchen kein allzu grosser Stress, zumal die Tiere sich aus dem Weg gehen können. Vorsicht: Stress und Verletzungen müssen auf alle Fälle vermieden werden, da es sonst zum Tode der Tiere führen könnte. Konflikte darf es in einer Schildkröten Gruppe keine geben, weil die Einzelgänger damit nicht umgehen können und langfristig würden die Tiere erkranken.
Hierfür ist es wichtig, dass die Freilandanlage eine ausreichende Grösse hat. Für zwei ausgewachsene Tiere sollte das Freigehege wenigstens 4 Quadratmeter haben für jedes weitere Tier kann man etwa 1 Quadratmeter hinzurechnen. Dies ist natürlich nur ein Richtwert. Grundsätzlich gilt: je grösser um so besser. Außerhalb der Paarungszeit ist es sinnvoll die Tiere einzeln zu halten.
Hier zeigt sich bereits die Problematik der Wohnungshaltung. Nur wenige werden in der Lage sein, den Tieren in der Wohnung ein ausreichend grosses Terrarium zu bieten.
Entscheidend ist auch, dass die Anlage gut strukturiert wird: Durch das Einbringen von Wurzel, Steinen und Pflanzen , wird das Gehege interessanter und die Tiere können sich leichter aus dem Weg gehen. Im Gehege sind Verstecke für die Schildkröten ganz wichtig. Die Tiere müssen sich zum Einen aus dem Weg gehen können, zum Anderen suchen sie bei grosser Hitze auch gerne schattige oder halbschattige Verstecke auf. Gut geeignet sind unbehandelte Holzstämme, Korkrinde und Steine. Natürlich sind auch kleine Sträucher geeignet. Richtig ist, dass Schildkröten sich gerne vergraben, deshalb sollten alle Verstecke einsturzsicher konstruiert sein.

Dies führt zu einer stressfreieren Haltung der Tiere, es gibt weniger Konflikte in der Gruppe. Bedenken Sie aber bitte das sich männliche Tiere nicht immer vertragen! Ausgewachsene Tiere sind nicht für eine dauerhafte Haltung im Haus geeignet. Wohnungshaltung ist nur durch einen grossen technischen Aufwand möglich. Besser ist es sie ganzjährig im Freiland zu halten. Wenn möglich mit geheiztem Schutzraum. Die optimale Bodentemperatur (Sommer) liegt bei 22 -28°C, die Lufttemperatur sollte zwischen 28 und 30°C liegen. Der Sonnenplatz darf aber durchaus bis 40°C erreichen. In der Nacht dürfen die Temperaturen ruhig auf 17 - 20°C abfallen. Draussen bekommen die Tiere das für Knochen- und Panzeraufbau so wichtige UV- Licht und haben natürlich durch den Bodenbewuchs ein wesentlich abwechslungsreicheres Futterangebot. Im Herbst und Frühjahr sollten die Temperaturen fallen, weil die Tiere bei zu hohen Temperaturen sonst viel zu schnell wachsen würden. Die Temperaturen in der Nacht sollten gut unter 20°C liegen.

Auch sollten Sie nicht vergessen, das Freilandgehege ihrer Schildkröten zu umzäunen. Hierzu ist es von Nöten das sie den Zaun auch in den Boden versenken (10 - 20 cm tief, je nach Bodenbeschaffenheit). Die übrige Zaunhöhe sollte 30 cm nicht unterschreiten, damit sie auch ausgewachsenen Schildkröten standhält.

Jungtiere brauchen im Terrarium und im Gartenfrühbeet einen feuchten Bodengrung, damit sie nicht höckerig wachsen.

Bepflanzung
Ein mit Unkraut durchwachsener Rasen ist das beste was Sie Ihrer Schildkröte bieten können. Diesen sollten Sie möglichst kurz halten. Das abgeschnittene Gras können Sie getrocknet wiederum an Ihre Schildkröten verfüttern.
Kleine Koniferen, wie sie in Balkonkästen zu finden sind eignen sich vorzüglich für die Gehegegestaltung, da sie Schatten spenden und und als Verstecke dienen, aber nicht gefressen werden. Das gleiche gilt übrigens für Lavendel und Rosmarin. Lassen Sie auch ruhig grössere Gräser auswachsen, an heissen Tagen verkriechen sich Schildkröten gerne unter solchen Grasbüscheln

ACHTUNG: Keine Giftpflanzen zur Käfiggestaltung bzw. zur Fütterung verwenden!

Eine Überwinterung ihrer Schildkröten muss bei Temperaturen 4-6°C gewährleistet sein!

Beleuchtung in einem Terrarium:

In einem Terrarium sollten Leuchtstoffröhren besser durch HQL- Strahler ersetzt werden. Die griechische Landschildkröte benötigt sehr viel Licht. Zusätzlich muss eine UV-A und UV-B Bestrahlung vorhanden sein. Schildkröten brauchen ein Sonnenbad.

Ernährung:

Landschildkröten sind Pflanzenfresser! Fleisch gehört also nicht auf den Speiseplan dieser Tiere, es sei denn es handelt sich dabei um gelegentlich gefressene Insekten, Schnecken etc..
In diesem Zusammenhang mag auch eine gelegentliche Gabe von getrockneten Gammarus sinnvoll erscheinen. In erster Linie ernähren sich Schildkröten von Wildkräutern, Keimlingen und Sprossen, Karotten, Paprika, Zucchini, Tomaten usw. Mineralstoffe sollten in Form von Sephiaschalen o. ä. ständig zur freien Verfügung stehen. Eine zusätzliche Versorgung mit Vitaminen ist bei vollwertig mit Kräutern und anderen Pflanzen ernährten Tieren nicht erforderlich.

Trinkwasser:

Frisches Trinkwasser sollte ständig zur Verfügung stehen. Hierzu eignen sich am Besten handelsübliche Geflügeltränken, da diese nicht durch Schildkrötenkot beschmutzt werden können

Geschlechtsunterschiede:

Das Männchen besitzt einen massigeren und längeren Schwanz. Der Bauchpanzer eines Männchens ist zudem nach innen gewölbt, der eines Weibchens dagegen flach.

Zucht:

Das Weibchen legt 2 - 12 Eier die bei Temperaturen von 29 - 31°C in ca. 60 - 70 Tagen schlüpfen.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Weitere Infoseite im Internet:

http://www.t-hermanni.de/griech/index2.php

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