|

|
Grünflügelara
Ara chloroptera
|
|
Vorkommen
Der Dunkelrote Ara ist in Südamerika weit verbreitet. Er kommt in fast ganz Brasilien (ausser im äussersten Süden und Osten), im Norden Paraguays, im Osten Boliviens, Perus und Kolumbiens sowie in Süd-Venezuela, Trinidad, Guayana, Surinam und Französischen Guayana vor.
Die Vögel bevorzugen Wälder als Lebensraum. In der Hauptsache sind es feuchte Flachlandwälder, gelegentlich aber auch laubabwerfende tropische oder subtropische Wälder.
|
|
Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig.
|
|
Allgemeines:
Diese Ara- Art wurde bereits zu Beginn des 17 Jh. in Europa gehalten. Die Welterstzucht gelang 1926 in Amerika. Leider wird der Grünflügelara in Gefangenschaft immer wieder bewusst mit anderen Ara-Arten (bes. Ara ararauna) gekreuzt, um “besonders schöne” und gewinnbringende Papageien zu erzeugen. Solche Hybrid- oder Mischlingszuchten sind jedoch generell abzulehnen.
Aufgrund seines roten Gefieders und des hellen Oberschnabels wird der Grünflügelara häufig mit dem Hellroten Ara ( Ara macao) verwechselt. Dieser hat jedoch keine Federstricheln im Gesicht und ist auch an den gelben Flügeldecken deutlich zu erkennen.
Die Vögel sind sehr neugierig und geschickt. Sie untersuchen alle Gegenstände in ihrer Umgebung genau und versuchen damit zu spielen. Sie können dabei z.B. festgedrehte Metallschrauben mit dem Schnabel aufdrehen. Oftmals benutzen sie hierfür Gegenstände, wie Zweige.
|
|
Geschlechtsunterschiede:
Äussere Geschlechtsunterschiede sind nicht vorhanden. Jungvögel haben eine braune Iris (Erwachsene gelb) und einen hellgrauen Unterschnabel (Erwachsene schwärzlich).
|
|
Lebenserwartung.
35-40 Jahre.
|
|
Klimatische Ansprüche:
Grünflügelaras benötigen eine Temperatur die dauerhaft über 18°C liegen sollte und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zugluft und plötzliche Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Die Vögel müssen mindestens einmal, besser zweimal täglich mit Wasser besprüht werden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Temperatur von mindestens 10°C vorhanden sein.
|
|
Sozialverhalten:
Der Grünflügelara lebt paarweise oder in Familienverbänden. Er bildet in der Regel keine grösseren Gruppen. Zu bestimmten Zeiten sucht der Grünflügelara wie viele andere Papageienarten sogenannte Lehmlecken auf. Die sind die Plätze an steilen Flussufern, wo Lehm zutage tritt. Hier nehmen die Vögel Mineralien auf, die sie zur Unterstützung ihres Verdauungssystems benötigen. Der Mineralbedarf richtet sich nach dem jeweiligen Nahrungsangebot.
|
|
Haltung:
Aras sind intelligente, neugierige und extrem bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere benötigen aussergewöhnlich viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich) sonst verkümmern sie. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.
Für die Haltung von Aras gibt es folgende Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einen Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig.
- Haltung in einer Zimmervoliere mit folgenden Mindestmaßen 400 x 200 x 200 cm (BxTxH) für max. zwei Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vorallem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4-6 m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem beheiztem Schutzraum (Mindesttemperatur 10°C, Grundfläche mindestens 2m²). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
|
|
Aras sind starke Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.
|
|
Ernährung:
Körnermischung, z.B. Papageien- und Großsittichfutter gemischt (ohne Nüsse!) oder ein Gemisch aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Mais, Hafer, Weizen, Kardisaat und Sonnenblumenkernen. Zudem gekeimte Körner, vor allem Sonnenblumenkerne. Dazu reichhaltig und abwechslungsreich Obst, Gemüse und Grünfutter. Gelegentlich Nüsse als Leckerbissen. Tierisches Eiweiss sollte in geringen Mengen angeboten werden. Kalkgrit und frisches Trinkwasser müssen zur Verfügung stehen.
|
|
Zucht:
Grünflügelaras sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht gewöhnlich aus 3 Eiern, die Brutdauer beträgt 24-29 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 90-103 Tagen aus und sind nach weiteren 4-5 Wochen selbständig.
|
|
Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
|
|
Buchempfehlungen:
  
|