|

|
Hellroter Ara
Ara macao
|
|
Vorkommen
Der Hellrote Ara oder Arakanga ist über weite Gebiete Mittel- und Südamerikas verbreitet. Er kommt aber hauptsächlich in der nördlich. Hälfte Brasiliens und Boliviens sowie im Osten Perus und im äussersten Osten Equadors, im östl. und nördl. Kolumbien, im südl. Venezuela, in Guyana, Franz. Guyana und Surinam vor. In Mittelamerika gibt es kleine lokal begrenzte Populationen von Panama bis in den Südosten von Mexiko. Man findet die Vögel bevorzugt entlang der Flussläufe in tropischen Regenwäldern des Tieflandes bis in Höhen von ca. 900 m ü. NN.
|
|
Schutzstatus:
Anhang A.
|
|
Allgemeines:
Der Arakanga wurde bereits von den Inkas gehalten. Er kam im 15. und 16. Jh. mit den Spaniern nach Europa. Die weltweit erste Nachzucht gelang 1916 in der USA. 1980 wurden die ersten Arakangas in Deutschland nachgezogen.
Der Arakanga wird häufig mit dem Grünflügelara verwechselt. Bei diesem sind jedoch die Flügeldecken dunkelgrün und die Wangen sind mit roten Streifen aus kleinen Strichelfedern gezeichnet.
|
|
Geschlechtsunterschiede:
Äussere Geschlechtsunterschiede sind nicht vorhanden. Manche Autoren geben jedoch an, dass das Weibchen im Vergleich zum Männchen einen schmaleren Schnabel hat. Jungtiere haben eine dunkle Iris (Adulte gelblich) und ihr Unterschnabel ist grau (Adulte schwarz).
|
|
Lebenserwartung.
35-40 Jahre, max. bisher 64 Jahre.
|
|
Klimatische Ansprüche:
Hellrote Aras benötigen Temperaturen, die dauerhaft über 18°C liegen sollte und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zugluft und plötzliche Temperaturschwankungen sind zu vermeiden. Die Vögel müssen mindestens einmal, besser zweimal täglich mit Wasser besprüht werden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Temperatur von mindestens 10°C vorhanden sein.
|
|
Sozialverhalten:
Der Arakanga lebt paarweise oder auch in grösseren Gruppen zusammen. Auch innerhalb der Gemeinschaft mit Artgenossen besteht ein ständiger, enger Kontakt zum Partner.
|
|
Haltung:
Aras sind intelligente, neugierige und extrem bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere benötigen aussergewöhnlich viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich) sonst verkümmern sie. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.
Für die Haltung von Aras gibt es folgende Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einen Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. -höhle..
- Haltung in einer Zimmervoliere mit folgenden Mindestmaßen 400 x 200 x 200 cm (BxTxH) für max. zwei Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vorallem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4-6 m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem beheiztem Schutzraum (Mindesttemperatur 10°C, Grundfläche mindestens 2m²). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
|
|
Aras sind starke Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.
|
|
Ernährung:
Körnermischung, z.B. Papageien- und Großsittichfutter gemischt (ohne Nüsse!) oder ein Gemisch aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Mais, Hafer, Weizen, Kardisaat und Sonnenblumenkernen. Zudem gekeimte Körner, vor allem Sonnenblumenkerne. Dazu reichhaltig und abwechslungsreich Obst, Gemüse und Grünfutter. Gelegentlich Nüsse als Leckerbissen. Tierisches Eiweiss sollte in geringen Mengen angeboten werden. Kalkgrit und frisches Trinkwasser müssen zur Verfügung stehen.
|
|
Zucht:
Arakangas sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht gewöhnlich aus 2-4 Eiern.die Brutdauer beträgt ca. 25 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 105 Tagen aus und sind nach weiteren 4-6 Wochen selbständig.
|
|
Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
|
|
Buchempfehlungen:
  
|