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Inkakakadu

Inkakakadu

cacatua leadbeateri

Vorkommen

Das Verbeitungsgebiet der Norminatform (C. l. leadbeateri) erstreckt sich über trockene und halbtrockene Gebiete im Inneren Australiens mit Ausnahme des Nordostens. Der Mathews- Inkakakadu (C. l. mollis) ist lediglich aus der Waterborn Mission und dem Carnamah - Distrikt in Westaustralien bekannt. Bevorzugte Lebensräume sind halbtrockene und trockene Zonen mit Baumbeständen. Der Mathews- Inkakakadu ist etwas kleiner als die Norminatform und hat eine etwas kleinere Haube mit einem schwach ausgebildeten oder fehlenden Farbband.

Schutzstatus:

Anhang B.

Kennzeichnungspflichtig.

Allgemeines:

Der englische Naturforscher Leadbeater brachte 1854 den ersten Inkakakadu nach London. Die farbenprächtigen Tiere sind seitdem sehr begehrt. Die erste Nachzucht gelang 1901 im Zoo von London. Inkakakadus wurden früher aufgrund ihrer farbenprächtigen Haube, deren Federn die Hutindustire verarbeitete, stark gejagt.

Geschlechtsunterschiede:

Weibchen und Männchen unterscheiden sich geringfügig voneinander. Sowohl bei Männchen, Weibchen als auch Jungtiere ist das Haubenband in Form und Farbe gleich. Während bei den Männchen die Iris schwarzbraun gefärbt ist, ist sie bei den Weibchen rötlichbraun. Jungtiere haben eine braune Iris.

Lebenserwartung.

Über 30 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Nachzuchtstiere sind an Zimmertemperaturen gewöhnt. Zugluft und plötzliche Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.

Sozialverhalten:

Inkakakadus weisen ein komplexes Sozialverhalten auf. Sie leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Untereinander sind sie zumindestens bei der Futtersuche sehr angriffslustig und futterneidisch. Bemerkenswert ist ihr einzigartiger Alarmruf, der aus drei bis vier schrillen, lauten Rufen besteht. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Inkakakadus nach der Landung die Haube aufstellen.

Haltung:

Inkakakadus sind intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere brauchen extrem viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich), da sie sonst verkümmern. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.

Für die Haltung von Kakadus gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:

  • Untertags werden die Tiere auf einem Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. Schlafhöhle.
  • Haltung in einer Zimmervoliere mit den folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (B x T xH) für max. 2 Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit.
  • Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4- 6m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem Schutzraum (Mindesttemperatur >5°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.

Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!

Inkakakadus sind extreme Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel sind regelmässig zu besprühen.

Ernährung:

Die Nahrung von Kakadus setzt sich aus einer Körnermischung, viel Frischfutter und regelmässig tierischem Eiweiss zusammen.

  • Grundfutter: Körnerfutter u.a. aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Buchweizen, wenigen Sonnenblumenkernen, etwas Hanf und Weizen. Die Körnermischung darf nicht zu fettreich sein (Leberschäden). Daher sollten Nüsse, z.B. Zirbelnüsse, nur gelegentlich als Leckerbissen angeboten werden.
  • Frischfutter: (Äpfel, Apfelsinen, Ebereschenbeeren u.a.), Gemüse (Möhren, Gurken, Zucchini, Sellerie, Erbsenschoten u.a.), Grünfutter (Löwenzahnwurzeln, Samenstände von Gräsern und Kräutern, diverse Wildkräuter, reichlich Zweige mit Knospen etc.) und Keimfutter.
  • Tierisches Eiweiss muss regelmässig in kleinen Mengen angeboten werden (1-2/Woche).

Das Mischungsverhältnis (nach Robiller) für nicht züchtende Vögel ist~50% trockenes Körnerfutter,~25% Frischfutter und~25% Keimfutter. Dazu 1-2mal wöchentlich tierisches Eiweiss. Frisches Trinkwasser und Kalkgrit müssen ständig vorhanden sein.

Zucht:

Inkakakadus brüten in Höhlen. Das Gelege wird auf Holzmulm gelegt und besteht aus 2 bis 5 Eiern. Nach einer Brutzeit von 22-27 Tagen schlüpfen die Jungen. Nach 7-8 Wochen sind sie flügge und brauchen danach noch 3-4 Wochen bis zur Selbständigkeit.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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