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Kampffisch

Kampffisch

Betta splendens

Vorkommen

Mekong-Becken in Thailand und Kambodscha, in stehenden Gewässern aller Art, selbst in kleinsten Gewässern, wie den Trittspuren von Wasserbüffeln.

Wasserwerte:

pH-Wert  6-8; bis 20°dGH, 22-30°C.

Maximale Länge:

6,5 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen haben auch in der Naturform vergrösserte Flossen und deutlich kräftigere Farben als die auch etwas kleineren Weibchen. Bei den Zuchtformen haben die Männchen sehr stark vergrösserte Flossen.

Verhalten:

Männchen untereinander sind sehr aggressiv und können nicht vergesellschaftet werden. In ihrer Heimat werden sie zu Fischkämpfen eingesetzt, bei denen es um sehr viel Geld gehen kann. Die Weibchen sind auch untereinander sehr friedlich, beide Geschlechter gegenüber allen anderen Fischen.

Zucht

Einfach. Das Männchen baut ein Schaumnest und bewacht dieses. Nach einigen Tagen lockt es das Weibchen unter das Nest und laicht mit diesem darunter ab. Die Jungen schlüpfen nach 24 Stunden und schwimmen nach weiteren 2-3 Tagen frei. Sie können dann mit feinsten Lebend- und Staubfutter aufgezogen werden. Das Weibchen sollte nach dem Ablaichen, das Männchen, sobald die Jungen freischwimmen, aus dem Zuchtaquarium in ein normales Haltungsaquarium zurückgesetzt werden. Das Wachstum ist relativ zügig. Die Männchen müssen vereinzelt werden, sobald sich erste Auseinandersetzungen einstellen.

Aquarium:

Ab 60 cm Kantenlänge. Auf eine zusätzliche Belüftung kann verzichtet werden. Eine zu starke Wasserbewegung ist nicht gut für die Fische und zerstört das Schaumnest.

Nahrung:

Allesfresser, der gerne Mückenlarven etc. frisst, aber auch Trockenfutter annimmt.

Besonderheiten:

Vom Kampffisch gibt es inzwischen zahlreiche Farb- und Flossenformen. Vorherrschend sind zwar die Farbformen Blau, Rot und Grün, aber auch weitere Farbkombinationen und Flossenformen kommen vor. Neben den normalen Großflossen des Schleierschwanz- Kampffischs, die schon seit vielen Jahren in der Aquaristik bekannt sind, kommen in den letzten Jahren verstärkt weitere Flossenformen auf den Markt. Dazu zählt etwa der Crown Betta, bei dem die Flossenstrahlen den Flossenrand überragen und so dem Fisch ein etwas zerfetztes Äusseres geben, oder die formen mit zweifach oder sogar vierfach geteilten Rücken- und Schwanzflossen. Daneben gibt es einige weitere Arten, die vor allem von Spezialisten gepflegt werden und aus Japan oder Südostasien stammen.

Vergesellschaftung:

Der Kampffisch kann mit allen anderen friedlichen Fischen zusammen gepflegt werden, die seine grossen Flossen nicht anknabbern.

Ähnliche Arten:

Die Kampffische der Gattung Betta können in drei Gruppen unterteilt werden: Die Schaumnester bauenden grossen Kampffische, zu denen etwa Betta splendens gehört, die Schaumnester bauenden kleinen Kampffische, bei denen das Labyrinth meist zurückgebildet ist und die nur ein kleines Nest in einer Höhle oder einem Unterstand bauen. Eine ähnliche Gruppe sind die Prachtguramis der Gattung Pseudosphromenus. Gelegentlich werden Arten wie Betta coccina, angeboten und die maulbrühtenden Arten, von denen die leicht züchtbare B. edithae und B. picta, gelegentlich im Handel auftauchen. Weitere relativ nahe verwandte Arten werden ebenfalls importiert, etwa die von Indien bis Indonesien vorkommende Pseudosphromenus cupanus oder der bis 4 cm kleine Knurrende Zwerggurami Trichopsis pumila, der auch in mehreren Metern Abstand vom Aquarium noch gut hörbare Töne verursachen kann.

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