|
|
Kardinallori
Chalcopsitta cardinalis
|
|
Vorkommen
Das Verbeitungsgebiet reicht nach Robiller von den Salomonen bis zum Ostrand des Bismarck-Archipels. In Papua-Nauguinea kommt der Kardinallori auf Bougainville, Buka, Nissan sowie auf den Inseln Lihir, Feni, Tanga und New Hannover vor. Ihre Lebensräume sind Wälder aller Art, Plantagen, Gärten und Parks.
|
|
Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig.
|
|
Allgemeines:
|
|
Geschlechtsunterschiede:
Die Geschlechter sind äusserlich nicht zu erkennen. Jungtiere sind etwas blasser gefärbt
|
|
Verwechslungsmöglichkeit:
Keine bekannt.
|
|
Lebenserwartung.
15-20 Jahre.
|
|
Klimatische Ansprüche:
Die Temperaturen sollten nicht unter 20°C liegen. Zugluft, Frost und Nässe sowie plötzliche Temperaturwechsel sind zu vermeiden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum (>10°C) vorhanden sein. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
|
|
Sozialverhalten:
Kadinalloris weisen ein komplexes Sozialverhalten auf. Ausserhalb der Brutzeit bilden sie auch Gruppen und kleine Schwärme. Die Vögel verfügen über eine grosse Palette von Lautäußerungen und können bei Erregung ohrenbetäubend lärmen. Sie sind sehr verspielt.
|
|
Haltung:
Grundvoraussetzung für die Haltung von Loris ist penible Sauberkeit der Volieren und Futtergefäße sowie die artgerechte Haltung!
Kadinalloris sind intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Folgende Mindestmaße werden empfohlen:
|
|
LxBxH in cm
|
Besatzdichte
|
Bemerkungen
|
|
200 x 100 x 200
|
für max 2 Tiere
|
regelmässiger Freiflug!
|
|
Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 300 x 100 x 200 cm (LxBxH) oder grösser, für max zwei Tiere. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.
Die Tiere benötigen eine Schlafhöhle und vielfältige Klettermöglichkeiten. An die Haltungs- und Fütterungshygiene werden hohe Ansprüche gestellt. Da sie flüssigen Kot abgeben, muss die saugfähige Einstreu täglich, ggf. mehrfach, erneuert und die Voliere gründlich gereinigt werden. Bade- und Nagemöglichkeiten müssen angeboten werden.
|
|
Ernährung:
Grundfutter ist Loribrei und Obst (v.a. Äpfel, Birnen und Weintrauben) sowie frische Zweige und Knospen und/oder Blüten. Das sehr leicht verderbliche Futter muss täglich erneuert werden, bei sommerlichen Temperaturen mehrmals täglich.
|
|
Zucht:
Höhlenbrüter. Das Gelege besteht i.d.R. aus zwei Eiern. Über die Zucht ist wenig bekannt.
|
|
Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
|
|
Buchempfehlungen:
  
|