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kleine Süßwassernadel

Kleine Süßwassernadel

Enneacampus ansorgii

Vorkommen

Westafrika, von Gambia bis Angola, vom leicht sauren Süsswasser bis zum Brackwasser. In nicht zu schnell fliessenden oder stehenden mittleren bis grösseren Gewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert  6-7,5; bis 30°dGH, 22-28°C. Es kommt sehr auf das genaue Herkunftsgebiet an.

Maximale Länge:

15 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen haben eine auffällige Bauchfurche bzw. Bauchtasche (Marsupium). Trächtige Männchen (s.u.) sind deutlich dicker als die Weibchen und zeigen auch kräftiger rote Farben.

Verhalten:

Friedlicher Fisch, der sich vor allem gerne in dichteren Pflanzenbeständen aufhält. Gelegentlich werden von den Männchen kleinere Reviere gebildet.

Zucht

Die meisten bei und importierten Kleinen Süßwassernadeln stammen aus dem Süsswasser. Deswegen sollten sie zur Zucht leicht saures Wasser von 26-28°C bekommen. Fühlen sie sich dabei sichtbar nicht wohl, sollte unbedingt versucht werden, mit etwas Salzzusatz (1-3g/l) eine Besserung einzuleiten.

Bei der Paarung schmiegen sich die Partner aneinander. Die Eier werden sofort in das Marsupium gelaicht und dort befruchtet. Das Marsupium schliesst sich dann. Es dauert etwa drei Wochen, dann werden schon fertig ausgebildete, gerade einmal 2 cm langen jungen Süßwassernadeln geboren. Sie brauchen dann sofort Artemia-Naupien oder feines Tümpelfutter als Erstnahrung.

Aquarium:

Ab 80 cm Kantenlänge; da diese Fische am besten im Artenaquarium gehalten werden können, reicht dies für einige Süßwassernadeln aus. Das Aquarium sollte einige dichte Pflanzenbestände haben, aber auch freien Schwimmraum, die Fische halten sich bevorzugt genau an der Grenze dieser Bereiche auf.

Nahrung:

Nur Lebendfutter. Mit viel Mühe und ständiger Kontrolle eventuell auch Frostfutter. Süßwassernadeln fressen besonders gerne die Eier und Jungtiere von Garnelen und Jungfische. So kann man in einem Aquarium mit Süßwassernadeln gut reproduzierende Garnelen (etwa die Glasgarnelen, Macrobrachium spec.) und Lebendgebärende pflegen, das sorgt für eine ständige Grund- Futterversorgung. Zusätzlich kann weiteres Lebendfutter gefüttert werden, wobei weisse Mückenlarven gerne, Artemia-Naupien und vorallem schon etwas grössere Salinenkrebschen sowie auch, allerdings nicht sonderlich gerne, Wasserflöhe gefressen werden. Während Jungtiere aktiv jagen, sind Alttiere ruhiger und warten eher auf vorbei schwimmendes Futter. Für sie muss das Angebot deswegen gross genug sein.

Besonderheiten:

Diese Seenadel findet sich in der Literatur gelegentlich noch unter der veralteten Bezeichnung Syngnathus pulchellus.

Vergesellschaftung:

Grundsätzlich mit allen anderen friedlichen Fischen. Allerdings brauchen Süßwassernadeln relativ viel Aufmerksamkeit und sind langsame Fresser. Deswegen sollte man sie im Artenbecken nur zusammen mit Futterlieferanten (s. o.) pflegen.

Ähnliche Arten:

Es werden relativ wenige Seenadelarten importiert. Bekannter ist die grosse Süßwassernadel, die ähnlich wie die Kleine Süßwassernadel von Senegal bis Angola in Küstennähe vorkommt. Lange war sie unter dem Namen Microphis smithi bekannt, heute wird sie nur noch als Unterart der asiatischen Stammform angesehen und trägt den Namen Microphis brachyurus. Für sie ist meist ein Salzzusatz von bis zu 10g/l Meersalz notwendig. Die Zucht verläuft ähnlich wie bei der Kleinen Süßwassernadel, auch die Grosse Süßwassernadel - die übrigens gar nicht so gross wird, sondern auch nur gut 20 cm erreicht - ist eigentlich nur mit ständiger Lebendfutterzufuhr zu halten.

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