Banner1
amazon_de
Marion02

Asiatischer Knochenzüngler

Asiatischer Knochenzüngler, Drachenfisch

Scleropages formosus

Vorkommen

Südostasien (Indonesien), Australien, in grösseren langsam bis mässig schnell fliessenden Gewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert  6 - 7; bis 10°dGH, 24 -30°C.

Maximale Länge:

90 cm, meist werden aber nur 70 - 80 cm erreicht.

Geschlechtsunterschiede:

Die Geschlechtsunterschiede sind nur an mindestens 3-4 Jahre alten Fischen erkennbar. Die Männchen haben einen schlankeren Körper, aber einen grösseren Unterkiefer, ein grösseres Maul und dadurch einen grösseren Kopf. Auch sind sie farbintensiver als die Weibchen.

Verhalten:

Innerartlich mässig aggressiv, es wird eine Rangordnung festgelegt. Die ranghöchsten - meist - Männchen sind auch die ersten am Futter.

Zucht

Nur in sehr grossen Aquarien möglich. Die eigentliche Balz beginnt schon Wochen und Monate vor dem Ablaichen. Die Fische schwimmen hinter- und übereinander, wobei sie sich oft Schwanz an Kopf umschwimmen. Etwa zwei Wochen vor dem Ablaichen beginnen die Partner dann, parallel knapp unter der Wasseroberfläche zu schwimmen. Schliesslich kommt es dabei zum Ablaichen der orangenfarbenen Eiklumpen, die vom Männchen befruchtet und dann sofort ins Maul genommen werden. Die Eier sind sehr gross, der Durchmesser kann 1 cm betragen, selten werden mehr als 60 Eier gelegt, meist aber nur 20 -35. Das Männchen (und nicht das Weibchen, wie meist angegeben) behält sie während der gesamten Inkubationzeit von acht Wochen im Maul, wenn sie dieses verlassen, sind sie etwa 8,5 cm gross. Als Erstfutter sind Mückenlarven und kleine Futtertiere geeignet.

Aquarium:

Mindestens 3,00 x 1,00 m Grundfläche, es braucht dafür nicht höher als 60 - 80 cm zu sein.

Nahrung:

Allesfresser, neben Futterfischen, Fisch- und Muschelfleisch auch Pellets.

Besonderheiten:

Wie erst 2003 festgestellt wurde, handelt es sich bei den bislang für Varietäten gehaltenen Arowanas Indonesiens um verschiedene Arten. Nur die wildfarbene oder grüne Varität ist noch Scleropages formosus, während die silberne Arowanas (manchmal auch mit gelben oder grauem Schwanz) als S. macrocephalus, die als “Red Tail Golden” also der Rotschwänzige Goldene Arowana, im Handel befindlichen als S. aureus beschrieben wurden und der wohl prächtigste und am höchsten bezahlte, der “Super Red Arowana”, also der Superrote Knochenzüngler, nun den Namen S. legendrei trägt. Diese drei Arten wurden von Pouyoud, Sudarto und Teugels 2003 neu beschrieben.

Da Arowanas in Indonesien auch auf Farbe gezüchtet wurden, kam es relativ früh zu Hybridisierungen. Eine der bekanntesten ist der “Banjar Red Arowana” eine Kreuzung zwischen S. macrocephalus und S. legendrei. Auch Hybriden zwischen S. Legendrei und S. formosus wurden produziert, diese sind jedoch alle grün und kaum von S. formosus zu unterscheiden. In Südostasien, wo Rot als Glücksfarbe gilt, sind die Preise von mehr als 2.500 Euro für ein gutes Exemplar die Regel. gute Fische erzielen auch fünfstellige Beträge. Das gilt jedoch nur für jüngere Exemplare bis ca. 30 cm, grössere können deutlich teurer sein.

Der Asiatische Knochenzüngler ist durch das internationale Abkommen zum Schutz der Tiere (CITES) streng geschützt. Da er in Anhang I aufgeführt ist, sind Handel und Vermarktung grundsätzlich verboten. Es gibt aber in Singapur, Malaysia und Indonesien 30 durch CITES- Organisation legitimierte Zuchtstationen, die diese Fische offiziell züchten dürfen. Jese Scleropage-Art, die aus Indonesien importiert wird, muss eine Bescheinigung einer dieser Stationen über die legale Nachzucht und Vermarktung haben. Das Landwirtschaftsministerium erteilt eine Import-, das Exportland eine Exportgenehmigung. Jeder Asiatische Knochenzüngler muss von einer CITES- Bescheinigung  begleitet sein; u. U. können deutsche Behörden eine eindeutige Kennzeichnung (etwa durch Chips) verlangen. Die CITES- Bescheinigung ist der Unteren Naturschutzbehörde vorzulegen und der Besitz der Fische sowie jeder Verkauf anzuzeigen. Alle neuen Besitzer müssen eine CITES- Bescheinigung erhalten und ihre Fische ebenfalls anmelden. Für länderübergreifenden Handel gelten weitere Regeln.

Vergesellschaftung:

Nur mit anderen grossen Fischen, die nicht als Futter betrachtet werden. Kein Aquarienfisch, nur etwas für grosse Schauaquarien.

Ähnliche Arten:

In Australien gibt es zwei weitere Arten, die dem Asiatischen Knochenzüngler sehr ähnlich sind. Gelegentlich werden aus Südamerika zwei weitere Vertreter der Familie eingeführt, der Gabelbart oder Arowana, Osteoglossum bicirrhosum, und der vor allem als Jungtier attraktiv gefärbte Schwarze Gabelbart oder Arowana, O. ferreirai. Ersterer erreicht maximal 120 cm, letzterer 100 cm. Vor allem der Schwarze Gabelbart wird meist als Jungtier mit deutlich sichtbarem Dottersack eingeführt. Die dann noch recht empfindlichen Fische sind praktisch Todeskandidaten.

Zur Verwandtschaft zählt auch der grösste südamerikanische Süsswasserfisch, der Arapaima, Arapaima gigas, mit maximal 4,5 m Länge.

Buchempfehlung:

leeresleeresleeres