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Koi

Koi

Cyprinus cario

Vorkommen

Als xanthoristische Farbform wahrscheinlich in Japan zum ersten Mal vor gut 200 Jahren in normalen Karpfenteichen entdeckt. Inzwischen durch aus Teichen entkommene Fische weltweit in den gemässigten Zonen verbreitet.

Wasserwerte:

pH-Wert  6 - 8; bis 20°dGH, 10 - 26°C.

Maximale Länge:

1,20m, die meisten Zuchtformen erreichen nur etwa 70 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Bei Jungtieren nicht zu unterscheiden. Ältere Weibchen haben einen deutlich stärker gewölbten, fülligeren Körper. Männchen zur Laichzeit mit Laichausschlag.

Verhalten:

Ruhiger, friedlicher Fisch, der gerne im Schwarm schwimmt und im Boden gründelt.

Zucht

Nach kühler Überwinterung praktisch automatisch. Die bis weit über 100 000 Eier werden in den Pflanzen im Uferbereich verstreut.

Aquarium:

Der Koi ist kein Aquarienfisch! Nur Jungfische können kurzzeitig im Aquarium gehalten werden. Japanische Koi aus erstklassiger Zucht wachsen in drei Jahren auf etwa 50 - 70 cm heran. Im Aquarium kümmern grösserer Koi, auch wegen der starken Wasserbelastung. Im Teich rechnet man auf einen Koi etwa 1000 - 2000 l Wasser, im Naturteich ohne Filterung mindestens das Doppelte. Zur Koihaltung ist demnach ein Teich mit mindestens 10 m³ Inhalt notwendig.

Nahrung:

Ausgesprochen starke Fresser. Gefressen wird so ziemlich alles, was bewältigt werden kann, wobei fettreiche Nahrung vermieden werden sollte. Im kahlen Teich werden keine Jungfische hochkommen.

Besonderheiten:

In den letzten 200 Jahren wurde eine Vielzahl von Zuchtformen in den verschiedensten Farben produziert. Die gesuchtesten Koi kommen aus der japanischen Provinz Niigata, heute werden Koi aber auch in vielen anderen Staaten (Ungarn, Südamerika, Deutschland) gezüchtet. Über die Preise von grossen Koi gibt es viele Fabelgeschichten. Tatsächlich sind auch grosse Koi, solange sie nicht besonders gut dem Standard entsprechen, gar nicht so teuer. Nur die wenigsten Koi, die Japan verlassen, rechtfertigen einen sehr hohen Preis (Tategoi).

In letzter Zeit kamen auch Koi mit ausgezogenen Flossen auf den Markt. Die Schmetterlingkoi sind etwas langsamere Schwimmer und sollten nicht zusammen mit normalflossigen Koi gepflegt werden.

Seit kurzen hat eine neue Koikrankheit von dich reden gemacht, die Koi- Herpes- Seuche (KHV), ausgelöst von einem Herpesvirus. Sie tötet nahezu alle befallenen Fische, weshalb Neuzugänge unbedingt in Quarantäne kommen sollen. Lässt man erkrankte Koi in mehr als 32°C warmen Wasser schwimmen, so erkranken sie zwar nicht mehr, scheiden den Virus aber aus. Die soll für viele Nachzuchten aus Israel gelten, die angeblichen prophylaktisch schon eine solche Warmphase durchmachen.

Vergesellschaftung:

Mit allen anderen friedlichen Fischen, die gross genug sind, nicht als Futter betrachtet zu werden.

Ähnliche Arten:

Jungfische können mit Goldfischen verwechselt werden.

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