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Marion02

Kongowels

Rückenschwimmender Kongowels

 Synodontis nigriventris

Vorkommen

Im zentralen Kongobecken in meist mässig schnell fliessenden Gewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert  6-7,5; bis 15°dGH, 22-26°C.

Maximale Länge:

Männchen 8 cm, Weibchen 10 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen sind grösser und (vor der Fütterung, danach sind alle Fiederbartwelse relativ dick, da es starke Fresser sind) fülliger.

Verhalten:

Friedlicher Schwarmfisch, der mit dem Bauch nach oben in den mittleren Wasserschichten schwimmt. Als Anpassung an diese Schwimmart ist der Bauch als Schutz gegen Fressfeinde von oben (Wasservögel) dunkel gefärbt.

Zucht

Bereits mehrfach gezüchtet. Die Rückenschwimmende Kongowelse laichen in Höhlen ab. Die Eier und Larven werden bis zum Freischwimmen, also etwa eine Woche lang, wohlmöglich von beiden Eltern bewacht. Die Jungen schwimmen erst normal, bevor sie nach einem guten Monat in die Rückenlage wechseln. Bis zur Länge von etwa 5-6 cm ist das Schwarmverhalten besonders dicht.

Aquarium:

Ab 80 cm Kantenlänge, wichtig ist ausreichend freier Schwimmraum.

Nahrung:

Allesfresser, wobei Insektenlarven bevorzugt werden. Nimmt auch willig Trockenfutter an.

Besonderheiten:

Es gibt mehrere Fiederbartwelse, die in ihrer Jugend auf dem Rücken schwimmen und mit diesem Wels verwechselt werden können, etwa S. nigrita und S. eupterus, die jedoch beide deutlich grösser werden.

Vergesellschaftung:

Problemlos mit allen anderen friedlichen Fischen. Empfindlich gegen etwas aggressivere Arten, kümmern dann.

Ähnliche Arten:

Auch dieser Wels steht nur stellvertretend für die weit über 100 Arten von Fiederbartwelsen, die alle aus dem tropischen und subtropischen Afrika stammen. Viele von ihnen erreichen ganz beträchtliche Grössen und sind nur für sehr grosse Aquarien geeignet, andere sind gegen Artgenossen, aber auch andere Fische sehr aggressiv und können nur mit robusten anderen Fischen zusammen gehalten werden. Inzwischen wurden auch mehrere Arten nachgezüchtet, etwa Synodontis petricola. Er ist ein Höhlenbrüter. Ebenfalls aus dem Tanganjikasee stammt der Kuckucksfiederbartwels, Synodontis multipunctatus, der seine Eier maulbrütenden Buntbarschen unterschiebt. Diese schlüpfen eher als die Cichliden und ernähren sich von den Eiern und Larven ihres Wirts. Die Nachzucht dieses Welses gelingt regelmässig und mit vielen maulbrütenden Cichliden, so auch denen des Malawisees, in dem dieser Wels gar nicht vorkommt.

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