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Langohrigel
Hermienchinus auritus aegypticus
Nahrungstyp: Insektenfresser
überwiegend nachtaktiv
Einzelgänger
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Lebenserwartung: 5 - 6 Jahre
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Verbreitung:
Ukraine über die Mongolei und Lybien bis Ägypten. Beschreibung
Männchen werden ca. 16cm, Weibchen bis zu 24cm gross. Das Gewicht liegt ca. bei 150 - 350g. die Färbung der Stacheln kann sehr unterschiedlich ausfallen und reicht von schwarz über braun bis rötlich. Unverwechselbar machen ihn natürlich seine lange Ohren, ihnen verdankt er auch seinen Namen. Haltungsoptimierung:
Der Langohrigel ist ein territorialer Einzelgänger und kaum sozialverträglich. Deshalb ist eine Einzelhaltung ratsam. Sie legen in der Natur auf Nahrungssuche teilweise bis 5km zurück, aus diesem Grund entfielt sich auch ein grosser geräumiger Käfig, evtl. mit geschlossenem Laufrad. Mangelnde Bewegung führt bei den Tieren häufig zu Verhaltensstörungen, wie Laufen im Kreis, sogenannten Stereotypen. Die Igel klettern gerne, zur Käfigeinrichtung eignen sich daher Korkröhren, Wurzeln, Steine und ein leicht zu reinigendes Häuschen. Als Bodengrund eignet sich normales Heimtierstreu, Bucheneinstreu und auch Hanfstreu. Auf trockene Haltung der Tiere sollten Sie Wert legen, Langohrigel sind Wüsten- und Steppenbewohner! Bieten Sie ihrem Igel täglich einen mehrstündigen Auslauf, achten Sie hier jedoch darauf, dass sich die Igelfüßchen nicht in Fasern, Haaren oder sonstigen verfangen. ACHTUNG: verwenden Sie aus diesem Grund bitte kein Heu, sondern nutzen Sie als Käfigmaterial Stroh. Manche Igel kann man auch an eine Katzentoilette gewöhnen, ein Versuch der sich sicher lohnt. Bei ihren Freiläufen sind Igel sehr Erkundungsfreudig. Langohrigel können sehr zarm aber auch frech werden, sie sind äusserst flinke Gesellen. Die Tiere sollten tagsüber bei Temperaturen zwischen 20 - 24°C gehalten werden, ein Sonnenplatz der eine Wärme von ca. 30°C erreicht ist wünschenswert. Bodenkälte ist dringend zu vermeiden, dies führt sonst schnell zu Erkältungen oder einer Blasenentzündung. Nachts dürfen die Temperaturen deutlich sinken.
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Käfighaltung:
Noch liegen für diese Tierart keine Haltungsbedingungen vor, bedenken Sie hier jedoch den natürlichen Bewegungsdrang der Tiere!
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Käfiggröße: wünschenswert 200 x 75 x 50 cm
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Vermerk:
Eine höhere Besetzung von Käfigen, ist nur für eine befristete Haltung im Zoohandel geduldet.
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Ernährung:
Langohrigel sind Insektenfresser!
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Hauptfutter:
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Heimchen, Heuschrecken, Grillen, Zophobas, Mehlwürmer, Maden, Babymäuse usw.
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Trocken/ Nassfutter:
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Regelmässige Gabe von hochwertigem Katzenfutter, hin und wieder Igeltrockenfutter. Manche Tiere nehmen auch Früchte und Samen, Sie sollten es versuchen! Katzennassfutter (Hühnchen -pur-sensitiv)
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Nahrungsergänzungen:
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Als Nahrungsergänzung haben sich unter anderem:
Katzenvitaminpasten , Babyobstbrei, magerer Quark, hin und wieder ein gekochtes Ei und Katzenvitaminflocken bewert.
Sinnvoll ist es auch beim Igel die Futterinsekten mit einem Kalziumpräperat zu bestäuben.
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Trinkwasser:
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Frisches Trinkwasser sollte ständig zur Verfügung stehen.
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Achtung:
Obst sparsam verfüttern, da Obst häufig zu Durchfällen führt! Dies kommt auch bei Fütterung mit überwiegend Nassfutter vor.
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Geschlechtsunterschiede:
Weibchen werden zudem bedeutend grösser als die Männchen.
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Zucht:
Die Paarungszeit reicht von Mai bis Oktober. Sie ist etwas schwieriger, da die Tiere nicht sozial verträglich sind! Achtung Weibchen beissen die Männchen! Meist sind es harmlose Beissereien, aber hin und wieder kommt es zu ärgeren Verletzungen, lassen Sie die Tiere nicht unbeaufsichtigt! Die Tragzeit der Weibchen beträgt ca. 42 Tage. Nach ca. 20 Tagen öffnen die Jungtiere ihre Augen. Nach 7 Wochen sind sie dann entwöhnt.
Leider wird bei Langohrigeln häufiger von Problemen bei der Geburt und Aufzucht der Jungen berichtet (die Jungen bleiben aufgrund eines stark saugenden Bodengrundes im Geburtskanal stecken, Auffressen der Jungtiere unter Stress, Störung der Nestruhe etc.).
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimittel, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Anschauungsvideo zum Thema Igel:
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