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Lauchgrüne Papageienamadine

Lauchgrüne Papageienamadine

Erythrura prasina

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Vögel erstreckt sich von Laos über Thailand und Malaysia bis nach Indonesien. Der bevorzugte Lebensraum sind Bambusdickichte, Grasland, Waldränder und Ufervegetation. Von E. p. prasina ist eine gelbbäuchige Farbvariante bekannt.

Schutzstatus:

Keiner.

Allgemeines:

Seit 1878 wird die Lauchgrüne Papageienamadine regelmässig und häufig eingeführt. Die Eingewöhnung bereitet aber aufgrund der Schreckhaftigkeit der Tiere und ihrer Ernährung grosse Probleme. Die systematische Einordnung ist strittig und seit kurzer Zeit geändert.

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen von E. p. prasina haben nur wenig oder kein Blau an Wangen, Kehle und Stirn, der rote Brustfleck fehlt. Die Weibchen von E. p.  coelica haben dagegen einen leichten blauen Anflug auf den Wangen, Kinn und Kehle. Jungtiere haben keine blaue Gesichtszeichnung.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Im Durchschnitt 7 - 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Lauchgrüne Papageienamadinen benötigen Temperaturen zwischen 22° und 27°C, während der Brutzeit um 30°C. Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Lauchgrüne Papageienamadinen sind friedliche Vögel und können in grossen Volieren mit anderen vergleichbaren Arten zusammen gehalten werden, sonst nur paarweise.

Haltung:

Papageienamadinen sind als Nachzuchten gut haltbar. Aufgrund ihres lebhaften Verhaltens sollte er Käfig/Voliere aber folgende Mindestmaße nicht unterschreiten:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 50 x 50

für 2 bis 4 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Ernährung:

Lauchgrüne Papageienamadinen sind ausgesprochene Vegetarier und benötigen auch zur Aufzucht der Jungen kein tierisches Eiweiss. Die Vögel nehmen kleinkörnige Samenmischungen (Hirse, Glanz, Grassamen) nicht immer an. Dagegen werden gequollene oder gekeimte Sämereien sowie halbreife Hirse, Gräser mit frischen Samen und Grünfutter (v.a. Vogelmiere, Obst) gerne angenommen. Es sollten generell nur weichschalige, leicht aufspaltbare Sämereien verfüttert werden. Daher keinen Reis, vor allem keinen Paddy-Reis anbieten. Regelmässige Gaben eines Vitaminpräparates sind zu empfehlen. Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit. Tierisches Eiweiss in Form von Insekten kann angeboten werden. Da Wildfänge langsam an gängiges Futter gewöhnt werden müssen, sich Nachzuchten dringend zu empfehlen.

Zucht:

Die gemeinsame Mauser ist Voraussetzung für die Zucht. Zur Brut werden Wellensittich-Nistkästen und Nistmaterial wie Kokosfasern, Gräser etc. angenommen. Das Gelege enthält durchschnittlich 2-5 Eier, die Brutdauer beträgt ca. 13 - 14 Tage. Die Jungen werden nur kurze Zeit gehudert und benötigen daher eine Umgebungstemperatur von mindestens 25°C (Wärmequelle). Mit 20-25 Tagen sind sie flügge und nach weiteren 5-6 Wochen selbständig. Die flügge gewordenen Jungvögel sind keine Nestschläfer. Die Aufzucht erfolgt ohne tierisches Eiweiss!!!

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

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