|
|
 |
|
|
|
|
Leopardgecko
Eublepharis macularius
Schutzstatus: Keiner
Dämmerungs- bis nachtaktiv
|
|
Lebenserwartung:
über 20 Jahre
|
|
Vorkommen:
Ost- Iran, Südost- Afghanistan, Pakistan und Nordwestindien.
Die Heimat der Leopardgeckos erstreckt sich von Afghanistan, Pakistan bis hin zu grossen Teilen Indiens. Sie bewohnen trockene und halbtrockene Steppen- und Wüstengebiete. Ihre Natürliche Umgebung ist steinig und lehmig. Die Temperaturen steigen im Sommer auf 40°C am Tage an. In der Nacht kann es jedoch in der Wüste kühl werden, nicht selten fällt die Temperatur nachts bis auf 10°C. Im Winter wird es tagsüber kaum wärmer als 20°C und nachts manchmal sogar unter den Gefrierpunkt. Herrscht im Sommer eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, so ist diese in den Wintermonaten wesentlich niedriger. In der Natur machen die Leopardgeckos, wie viele anderen Tiere in einem frostfreien Versteck einen Winterschlaf. Dafür suchen sie einen feuchten, dunklen Platz, meist unter Steinen, Wurzeln oder Erdhöhlen auf. So sind sie auch im Winter vor einer Austrocknung geschützt. Generell halten sich Leopardgeckos tagsüber zum Schlafen gerne unter solchen Plätzen auf, hier sind sie auch vor eventuellen Fressfeinden geschützt. Leopardgeckos sind nachtaktive Tiere, die erst am Abend aus ihren Verstecken hervorkommen. Bei dieser Tierart handelt es sich um ausgezeichnete Kletterer, die leicht steile, rauhe Oberflächen wie Felswände und Äste bewältigen können. Darüber hinaus eignen sich ihre spitzen und gebogenen Krallen ausgezeichnet, um damit im Boden zu buddeln (Eiablage und Gestaltung des Verstecks).
|
|
Artbeschreibung:
Dieser Gecko kann eine Gesamtlänge von ca. 25 cm erreichen. Auf seiner schmutzig weissen bis gelblichen Grundfarbe findet man Zahlreiche schwarzbraune Tupfen und Flecken. Jungtiere weisen dunkelbraune Querrillen auf. Leopardgeckos aus Pakistan sind oft dichter gefleckt; in der Gegend um Dehli lebende Exemplare neigen sogar zu einer Längsbänderung. Das äussere Ohr ist gut sichtbar. Auf der Unterseite der Zehen befindet sich eine Querreihe von Lamellen, die aber nicht haften. Als Kletterhilfe dienen die kräftigen Krallen an den Zehen. Der im Querschnitt runde Schwanz ist deutlich segmentiert.
Färbung der Leopardgeckos:
Bei Leopardgeckos kommt es in Verbindung von der Jugend- zur Adultfärbung (zwischen dem neunten und 12.ten Lebensmonat) zu einem Farbwechsel (morphologischer Farbwechsel). Die meisten Jungtiere besitzen mehrere Querstreifen und ihre Haut ist samtweich. Mit zunehmenden Alter der Tiere kommt es dann zu Typischen Namensgebenden Leopardmusterbildung. Die Haut wird rauher und auf ihr bilden sich Noppen. Durch die Nachzuchten sind jedoch viele weitere Farbvarianten (Ghost, Snow, Jungle usw.) entstanden. und bei einigen von ihnen fehlen diese auffälligen Farbveränderungen.
Besonderheiten der Leopardgeckos:
Ein typisches charakteristisches Anzeichen sind die beweglichen Augenlider, weshalb der Leopardgecko auch zu den Lidgeckos gezählt wird. Leopardgeckos können im Gegensatz zu anderen Geckos ihre Augen schliessen (unteres Lid wird geschlossen). An ihren Füssen befinden sich ausserdem keine Haftlamellen, so dass sie nicht wie andere Geckos glatte Wände erklimmen können, statt dessen besitzen sie kleine kräftige Krallen. Leopardgeckos sind sehr reinliche Tiere, sie Koten auch bei einer Gruppenhaltung immer an ein und derselben Stelle ab.
Verständigung
Geckos besitzen Ohren und Stimme. Sie können sich durch Zischen, Quäken oder Grunzen verständigen (z.B. Gefahr und Unmut).
Schwanz:
Der Schwanz dient dem Gecko unter anderem als Fett- und Nährstoffspeicher und ist somit ein Anhaltspunkt für den Gesundheitszustand des Tieres (zu klobig = Verfettung, jedoch kurz vor der Winterruhe normal; zu dünn = Abgemagert, jedoch bei weiblichen Tieren kurz nach der Eiablage normal). Bei Gefahr kann auch der Leopardgecko seinen Schwanz abwerfen, dieser wächst dann auch nach einiger Zeit wieder nach.
Systematik:
Reich: Kriechtiere
Ordnung: eigentliche Schuppenkriechtiere
Zwischenordnung: Geckoartige
Unterordnung: Echsen
Familie: Lidgeckos
|
|
Vermerk:
Eine höhere Besetzung der Terrarien ist nur für eine vorübergehende Haltung im Zoofachhandel toleriert!
|
|
Terrariengröße: 80 x 40 x 50cm 2 ausgewachsene Tiere Haltungsoptimierung:
Leopardgeckos sind verhältnismässig pflegeleichte Bodenbewohner ohne grosses Kletterbedürfnis. Handelsübliche Terrarien können in seiner Haltung problemlos eingesetzt werden. Obwohl sie sich tagsüber schlafend in ihren Verstecken aufhalten, benötigen sie einen Tag- Nachtrhythmus, der den jahreszeitlichen Bedingungen in der Natur nachgestellt werden sollte (Sommer, von Februar bis November 12 Stunden; Winter von Dezember bis Januar 6 Stunden). Im Winter sollte man den Tieren eine Winterruhe ermöglichen (Vorbild Natur!). Keineswegs sollte jedoch die Behausung der Geckos bestrahlt werden. Als Wechselwarme Tiere benötigen auch Leopardgeckos einen Sonnenplatz. Sinnvollerweise gehört in ein Leopardgecko Terrarium auch ein Wärmestein. Die Temperaturen im Terrarium sollten tagsüber zwischen 23-28°C liegen, lokal auch zwischen 35-45°C und nachts auf 18°C absinken. Strahler im Terrarium sollten so angebracht werden, dass keine Verbrennungsgefahr für die Tiere besteht. Als Wüstenbewohner bevorzugen Leopardgeckos ein trockenes Klima. Sie benötigen jedoch etwas Feuchtigkeit. Täglich sollte man das Terrarium etwas besprühen, da Leopardgeckos in der freien Natur ihren Feuchtigkeitsbedarf überwiegend mit Hilfe von Tau in den frühen Morgenstunden decken. Diese Feuchtigkeit wirkt sich auch positiv auf die Häutung der Tiere aus. Eine Ecke des Terrariums sollte immer etwas feucht (aber niemals nass) gehalten werden, um den weiblichen Tieren einen geeigneten Eiablageplatz zur Verfügung zu stellen. Ausserhalb der Eiablagesaison bietet diese Stelle allen Terrarienbewohnern eine zusätzliche Feuchtigkeit. Als geeigneter Bodengrund ist ein kalziumhaltiger etwas gröberer, rundlicher lehmhaltiger Sand anzusehen, da gerade junge Geckos diesen gelegentlich fressen um ihren Kalziumbedarf zu decken, zu feiner Sand würde zu Verdauungsproblemen führen. Teile des Terrariengrundes können auch aus grösseren Steinen oder Platten bestehen (jedoch sollte ein Verschlucken auch hier, unmöglich sein). Als Terrarienpflanzen sind Sukkulenten besonders geeignet, wie z.B. lebende Steine, sowie Tillandsien, Sanservien, Echeverien und Klienien. Wie in jedes andere Terrarium gehören auch in ein Leopardgeckoheim mehrere Verstecke. Als Verstecke können ihnen z.B. Steinaufbauten (rutschsicher), Korkplatten, Wurzeln und anderes angeboten werden (Vorsicht Leopardgeckos untergraben auch Gegenstände = Verletzungsgefahr). Alle Verstecke sollten möglichst eng sein, da ein Gecko den Körperkontakt zu seinem Schutzraum und Versteck sucht (Eingang sollte eben gerade durchschlüpfbar sein).
Häufige Haltungsfehler sind:
· Zu warme bzw. zu trockene Haltung
· Vitamin- bzw. Mineralstoffmangel

In das Gecko Terrarium gehört auch eine Wasserschüssel, ein Hydrometer und ein bzw. mehrere Thermometer.
Achtung: Wie jede Eidechse kann auch der Leopardgecko seinen Schwanz bei Gefahr abwerfen, um sich vor seinem Feinden zu schützen. Denn der Schwanz zittert noch einige Minuten nach dem abwerfen, und sein Feind dann seine Aufmerksamkeit auf den Schwanz richtet und nicht auf den Gecko. So hat der Leopardgecko noch Zeit um zu flüchten. Man sollte einen Leopardgecko auch nicht am Schwanz festhalten, da er ihn dann auch abwerfen kann! Sollte es aber trotzdem mal passieren dass er ihn abwirft, wächst aber innerhalb weniger Monate wieder nach. Der Schwanz hat auch andere Funktion und zwar speichert sich der Gecko Futterreserven, das erkennt man wenn der Schwanz sehr gross und breit ist.
|
|
Ernährung:
Leopardgeckos sind Insektenfresser, sie können aufgrund ihrer anspruchslosen Haltung auch von Anfängern problemlos gehalten werden. Füttern soll man Heimchen, Grillen, kleinere Heuschrecken, Schaben, Rosenkäfer, Mehlkäfer, Mehlwürmer (Vorsicht Fetthaltig nur frisch gehäutet und gelegentlich verfüttern).usw. die als Hauptfutter geeignet sind. Man soll die Krabbeltiere ca. jede 2. Fütterung mit Vitaminpulver und Kalk bestäuben. Das Vitaminpulver kann man in einem Terrarium Fachhandel kaufen, jedoch Vorsicht: eine Überdosierung an vor allem Vitamin A und Vitamin D3 kann die Gesundheit der Tiere ebenso schädigen wie eine Unterversorgung! Da jedoch die meisten Terrarienbewohner zu wenig Sonnenlicht erhalten, um lebenswichtige Vitamine herzustellen und ihre Ernährung meist nicht abwechslungsreich und ausgewogen ist, sollte man auf eine Vitaminzugabe nicht verzichten. Als Kalk verwendet man am besten die Sepia Schale die für die Ziervogelhaltung verkauft wird. Die Schale soll man zermahlen und damit dann Steine im Terrarium bestäuben denn die Leopardgeckos wenn sie es finden lecken den Kalk dann auf, der sehr wichtig ist für den Knochenbau der Geckos. Den Leopardgeckos soll man ca. 2 – 4 Grillen am Tag ins Terrarium werfen, damit der Leopardgecko sich die Grillen selber jagen kann und auch muss. Man merkt wenn der Gecko schon ausreichend Futter zu sich genommen hat, wenn er nur noch Grillen frisst wenn sie ihm zufällig über den Weg laufen. Als Abwechslung kann/soll man auch Mehlwürmer füttern. Allerdings soll man Mehlwürmer nicht als Hauptfutter verwenden. Nur einmal in der Woche 2 Stück pro Leopardgecko. Man kann auch den Leopardgeckos Baby Mäuse füttern soll man allerdings nur ca. 1 – 2-mal pro Monat und nur den ausgewachsenen Tieren anbieten. Da die Baby Mäuse sehr Eiweisshaltig sind. Vor der Paarungsphase kann man dem Weibchen auch Baby Mäuse anbieten, denn das Weibchen benötigt in der Zeit viel Kraft.
Die Nahrung wird vom Leopardgecko mit dem Kiefer zerquetscht, dann zerkaut und mit dem Kopf vorab herunter geschlungen. Grössere Insekten werden zuvor getötet (hin und herschütteln des Kopfes und zu Bodenschlagen des Futterinsektes).
|
|
Geschlechtsunterschiede:
Das Männchen besitzt deutlich stärker ausgeprägte Präanalporen, einen massigeren Kopf und ist meist auch grösser als das Weibchen.
|
|
Zucht:
Das Weibchen legt mehrmals jährlich 2 Eier, die bei Temperaturen von 28°C nach ca. 45-55 Tagen schlüpfen.
|
|
Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
|
|
Buchempfehlungen:
  
|
|
|