Banner1
amazon_de
Marion02

Madagassischer Ä.

Madagassischer Ährenfisch

Bedotia geayi

Vorkommen

Im östlichen Madagaskar in Fleißgewässern der Tieflandsebene.

Wasserwerte:

pH-Wert  6-8; bis 20°dGH, 22-28°C.

Maximale Länge:

15 cm, im Aquarium aber selten grösser als 12 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen haben grössere und kräftiger gefärbte Flossen, die auch rötlich sind; die erste Rückenflosse ist spitz ausgezogen.

Verhalten:

Sehr friedlicher Schwarmfisch, der allerdings ein schneller Schwimmer ist und vor allem die mittleren Wasserschichten belebt.

Zucht

Sehr einfach. Dauerlaicher, d. h. er wird in der Regel täglich abgelaicht. Die Paare laichen meist in den Morgenstunden ab, vor allem, wenn Morgensonne ins Aquarium fällt. Die relativ kleinen Eier werden an feinen Pflanzen (etwa Javamoos), aber auch an künstlichen Ablaichmopps aus Synthetikwolle (Baumwolle würde im Wasser verrotten) abgelegt. Sie sind mit kleinen Haftfäden versehen und kleben stark. Nach etwa einer Woche schlüpfen die ebenfalls sehr kleinen Jungfische, die aber mit feinsten Trocken- und Lebendfutter aufgezogen werden können. Bewährt haben sich dazu auch getrocknete Algen der Gattung Chorella und Spirulina, die eiweissreich und klein genug sind. das Wachstum ist relativ langsam. Die Alttiere stellen den Jungfischen nach.

Aquarium:

Möglichst grosse Aquarien (mindestens 80 cm Kantenlänge, besser mehr) mit viel freiem Schwimmraum und einer leichten Strömung sind ideal für diese Fische.

Nahrung:

Allesfresser, der eine gut ausgewogene Nahrung mit kräftiger Färbung dankt.

Besonderheiten:

Wie viele Regenbogenfische sind auch die Bedotia- Arten relativ langlebig, sieben bis acht Jahre sind keine Seltenheit.

Vergesellschaftung:

Problemlos mit allen anderen friedlichen Arten möglich, sofern diese nicht so klein sind, dass sie als Futter betrachtet werden könnten. Allerdings können diese Fische, wie auch die anderen Vertreter der Ährenfische, die hier vorgestellt werden, keine grossen Futterbrocken bewältigen. Scheinbar haben sie einen relativ engen Schlund.

Ähnliche Arten:

Es ist derzeit nicht ganz klar, ob es sich bei dem unter dem Namen Bedotia geayi im Handel befindlichen Ährenfisch tatsächlich um diese Art oder eine nahe verwandte (nämlich B. madagascariensis) handelt. Es gibt nämlich auch sehr ähnliche Bedotia- Arten, die jedoch eine durchgehend rote Schwanzflosse haben, während bei den im Handel befindlichen Ährenfischen die Schwanzflossenenden weisslich oder gelblich sind. Auf Madagaskar gibt es noch mehrere Bedotia- Arten, die aber nur von sehr wenigen Liebhabern gepflegt werden und auch in der Zucht etwas heikel zu sein scheinen. In den höheren Lagen werden sie dort von den Ährenfischen der nahe verwandten Gattung Rheocles abgelöst. Haltungsversuche mit dieser Art scheitern meist daran, dass die benötigten kühlen Temperaturen von 16-20°C nicht auf Dauer gewährleistet werden können.

Nahezu alle Bedotiidae, einer auf Madagaskar endemische, also nur dort vorkommende Familie, sind mehr oder weniger stark gefährdet. Grund sind die starke Entwaldung, die zunehmende Wasserverschmutzung und ausgesetzte Fische, vor allem Guppys in den wärmeren und Gambusen in den kühleren Bereichen.

Buchempfehlung:

leeresleeresleeres