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Malabarfasänchen

Malabarfasänchen

Euodice malabarica

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Malabarfasänchens erstreckt sich über Sri Lanka, Indien, Neapel, Pakistan, das südliche Afghanistan und den nördlichen Teil des Omans. Trockensteppen, Waldränder und lichte Wälder in Höhen bis 2.000 m ü.NN werden von den kleinen Prachtfinken bewohnt.

Schutzstatus:

Keiner.

Allgemeines:

Wann das Malabarfasänchen nach Europa gelangte, ist ungewiss. In der Literatur wird es ab 1901 regelmässig erwähnt..

Geschlechtsunterschiede:

Die äusseren Geschlechtsunterschiede sind nur sehr minimal. Sicheres Merkmal ist nur der Gesang der Männchen.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Im Durchschnitt 7 - 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Malabarfasänchen sind gut an unser Klima angepasst. Temperaturen zwischen 18° und 24°C werden problemlos vertragen. Temperaturen unter 15°C, Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind jedoch zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Die Vögel sind sehr friedlich und können mit anderen Prachtfinken mit ähnlichen Ansprüchen vergesellschaftet werden. Die sehr sozialen Tiere dürfen nie einzeln gehalten werden, sondern immer mindestens paarweise oder in einem kleinen Schwarm. Auch zur Brutzeit sind lockere Brutkolonien meist die Regel.

Haltung:

Malabarfasänchen sind anspruchslos, friedfertig und sehr lebhaft. Der Käfig/Voliere soll folgende Maße nicht unterschreiten:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

80 x 40 x 60

80 x 80 x 60

für 2 Tiere

für 4-6 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Ernährung:

Grundlagen der Ernährung sind eine gute Exotenmischung und Kolbenhirse. Grünfutter (Vogelmiere, Löwenzahn etc.), Keimfutter, halb- und frischreife Grasrispen oder Hirse werden gerne angenommen. Tierisches Eiweiss und Grünfutter - mit Ausnahme von Eifutter - wird auch während der Brutzeit verschmäht. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit.

Zucht:

Zur Brut werden Nisthilfen oder Halbhöhlen gerne angenommen. Die Männchen führen eine Halmbalz aus. Beim Zusammenhalten mehrerer Paare legen oft mehrere Weibchen Eier in ein Nest. Das Gelege umfasst 3- 6 Eier, die Brutdauer beträgt 11-12 Tage, nach 19-21 Tagen sind die Jungen flügge. Spätestens zwei Wochen nach dem Ausfliegen sind die Jungen selbständig. Sie sind Nestschläfer. Die Familie bleibt noch lange zusammen.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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