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Molukkenkakadu

Molukkenkakadu

cacatua moluccensis

Vorkommen

Der Molukkenkakadu ist auf den südlichen Molukken sowie den Inseln Ceram. Saparua und Haruku beheimatet. Er ist dort vielerorts akut im Bestand bedroht. Bevorzugter Lebensraum sind Wälder und offene Waldgebiete in tieferen Lagen.

Schutzstatus:

Anhang A.

Allgemeines:

Molukkenkakadus wurden früher häufig nach Europa exportiert. Die ersten Zuchterfolge gelangen 1951 in der USA.

Geschlechtsunterschiede:

Iris beim Männchen schwarz, beim Weibchen dagegen dunkelbraun. In der Regel haben die Weibchen einen etwas kleineren Kopf und Schnabel. Jungvögel gleichen den Erwachsenen, haben aber anfangs dunkelgraue Augen. Die Irisumfärbung ist mit 4 Jahren beendet.

Lebenserwartung.

Über 50 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Nachzuchtstiere sind an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst und robust. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%. Temperaturen unter 15°C sind zu vermeiden.

Sozialverhalten:

Molukkenkakadus haben ein komplexes Sozialverhalten. Sie leben paarweise oder in kleinen Gruppen. Die Tiere können sehr aggressiv werden.

Haltung:

Molukkenkakadus sind intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere brauchen extrem viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich), da sie sonst verkümmern. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen. Einzeln gehaltene und nicht ausreichend beschäftigte Vögel neigen häufig zum Federrupfen.

Für die Haltung von Kakadus gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:

  • Untertags werden die Tiere auf einem Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. Schlafhöhle.
  • Haltung in einer Zimmervoliere mit den folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (B x T xH) für max. 2 Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit.
  • Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4- 6m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem Schutzraum (Mindesttemperatur >5°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.

Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!

Molukkenkakadus sind extreme Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.

Ernährung:

Die Nahrung von Kakadus setzt sich aus einer Körnermischung, viel Frischfutter und regelmässig tierischem Eiweiss zusammen.

  • Grundfutter: Körnerfutter u.a. aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Buchweizen, wenigen Sonnenblumenkernen, etwas Hanf und Weizen. Die Körnermischung darf nicht zu fettreich sein (Leberschäden). Daher sollten Nüsse, z.B. Zirbelnüsse, nur gelegentlich als Leckerbissen angeboten werden.
  • Frischfutter: (Äpfel, Apfelsinen, Ebereschenbeeren u.a.), Gemüse (Möhren, Gurken, Zucchini, Sellerie, Erbsenschoten u.a.), Grünfutter (Löwenzahnwurzeln, Samenstände von Gräsern und Kräutern, diverse Wildkräuter, reichlich Zweige mit Knospen etc.) und Keimfutter.
  • Tierisches Eiweiss muss regelmässig in kleinen Mengen angeboten werden (1-2/Woche).

Das Mischungsverhältnis (nach Robiller) für nicht züchtende Vögel ist~50% trockenes Körnerfutter,~25% Frischfutter und~25% Keimfutter. Dazu 1-2mal wöchentlich tierisches Eiweiss. Frisches Trinkwasser und Kalkgrit müssen ständig vorhanden sein.

Zucht:

Molukkenkakadus brüten in Höhlen. Das Gelege besteht aus 1 bis 2 Eiern. Nach einer Brutzeit von ca. 30 Tagen schlüpfen die Jungen. Nach ungefähr 13 Wochen sind sie flügge und brauchen danach noch 6-8 Wochen bis zur Selbständigkeit.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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