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Mönchsittich

Mönchsittich

Myiopsitta monachus

Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Mönchsittiche umfasst, je nach Unterart, weite Teile Argentiniens, Paraguays, Uruguays, Brasilien sowie Bolivien bis in Höhen von über 1000 m ü.NN. Dabei kommt der Bolivien-Mönchsittich (M. m. luchsi) nur in Bolivien und der Mendoza-Mönchsittich (M. m. calita) nur in Argentinien vor. Durch den Menschen wurde der Mönchsittich zudem in Nordamerika, Mallorca, Puerto Rico, Deutschland und England angesiedelt.

Bevorzugte Lebensräume sind offene Landschaften, Busch- und Waldland sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Mönchsittiche sind Kulturverfolger.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Der Mönchsittich muss bereits 1860 nach Europa gelangt sein, denn ab 1867 sind Nachzuchten u.a. aus Österreich, Deutschland, Frankreich, England und Bolivien bekannt. Die Vögel wurden in den darauffolgenden Jahren häufig nachgezüchtet. Es sind mehrere Mutationen bekannt: Blau, gelb, zimt und gelbgescheckt.

Geschlechtsunterschiede:

Äussere Geschlechtsunterschiede sind nicht vorhanden. Jungvögel haben auf der Stirn und der Maske einen Hauch von Grün.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Ungefähr 15 Jahre. Der bisherige Altersrekord liegt bei 18 Jahren.

Klimatische Ansprüche:

Mönchsittiche kommen mit unseren klimatischen Verhältnissen problemlos zurecht. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 60%.

Sozialverhalten:

Mönchsittiche zeigen ein für Papageien einzigartiges Verhalten. Sie bewohnen keine Baumhöhlen oder Felsspalten, sondern bauen Nester aus Zweigen. Die Gröle der Nester variiert dabei gewaltig. Es gibt sowohl kleine Einzelnester als auch riesige Koloniennester mit einem Volumen von mehreren Kubikmetern und einem Gewicht von bis zu zweihundertfünfzig Kilogramm. Jedes Paar bewohnt eine eigene Nistkammer. Vor dieser Nistkammer liegt die sogenannte Vorkammer. Auch Einzelnester bestehen immer aus mindestens zwei separaten Kammern. Die Abteile der einzelnen Sittichpaare sind innerhalb des Kolonienestes nicht miteinander verbunden. Die Nester befinden sich in hohen Bäumen oder Palmen. Die Eingänge zu dem eigentlichen Nest können bis zu einem Meter lang sein. Das Nistmaterial besteht vorzugsweise aus dornigen Zweigen, welche einen natürlichen Schutz vor Eindringlingen bieten. Die “Wartungsarbeiten” am Nest erfolgen das ganze Jahr hindurch und nicht nur saisonal. Mönchsittiche sind ausserordentlich standortstreu, sehr gesellig und leben paarweise allein oder in kleinen Gruppen.

Haltung:

Mönchsittiche sind sehr sozial und dürfen nur paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Folgende Mindestmaße werden empfohlen:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

200 x 100 x 100

für 2 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen.

Ernährung:

Das Grundfutter ist eine Körnermischung (Großsittichmischung oder Hirse, Glanz, Weizen, Buchweizen, Kardi, Hanf, Ebereschenbeeren, Hafer, Sonnenblumenkerne). Zusätzlich wird täglich frisches Obst, Gemüse und Grünes gereicht sowie gelegentlich tierisches Eiweiss. Kalkgrit und frisches Trinkwasser müssen ständig zur Verfügung stehen.

Zucht:

Wie oben aufgeführt bauen Mönchsittiche Nester aus Ästen. Als Unterlage kann ein Drahtgeflecht dienen. Nestbaumaterial sind vor allem Zweige von Obstbäumen oder Rosengewächsen. Das Gelege besteht aus 5-6 Eiern, die Brutdauer beträgt 22-23 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 42- 45 Tagen aus und sind nach weiteren 2-3 Wochen selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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