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Mülleramazone
Amazona fabrinosa
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Vorkommen
Die Mülleramazone hat ein riesiges Verbreitungsgebiet. Es umfasst neben den mittelamerikanischen Ländern Mexiko, Belize, Honduras, Nikaragua, Costa Rice und Panama auch weite Teile Südamerikaas. Hierzu zählen der gesamte Nordosten Brasiliens, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch Guayana. Ekuador, Peru und Bolivien. Die Mülleramazone lebt ausschliesslich im Wals. Sie können bis in 1500m ü. NN. vorkommen.
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Schutzstatus:
Anhang B.
Kennzeichnungspflichtig.
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Allgemeines:
Trotz ihrer Häufigkeit wurden Mülleramazonen eher selten importiert. Erste Exemplare gelangten anscheinend um 1915 nach Deutschland. Die Erstzucht gelang aber erst 1982 in der Schweiz.
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Geschlechtsunterschiede:
Männchen und Weibchen lassen sich rein äusserlich nicht unterscheiden. Die Tiere werden mit ca. 2-4 Jahren geschlechtsreif. Die Jungvögel ähneln den Adulten, jedoch ist ihre Iris dunkelbraun (Adult rot) und der Scheitel ist gar nicht oder nur schwach gelb gefärbt.
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Lebenserwartung.
Ungefähr 40-50 Jahre.
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Klimatische Ansprüche:
Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60% bis teilweise 90%. Zugluft, plötzliche Temperaturwechsel und Temperaturen unter 18°C sind zu vermeiden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss ein Schutzraum mit einer Temperatur von mindestens 10°C vorhanden sein.
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Sozialverhalten:
Mülleramazonen leben bevorzugt paarweise und schliessen sich gelegentlich mit Artgenossen oder anderen Amazonenarten zu kleinen Gruppen zusammen. Die Vögel sind im Wesen ruhig und können ausserhalb der Brutzeit mit anderen Großpapageien vergesellschaftet werden. Bei Erregung werden brummende Töne erzeugt und das Gefieder von Rücken und Nacken aufgerichtet.
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Haltung:
Müllermazonen sind intelligente, neugierige und extrem bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere benötigen aussergewöhnlich viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich) sonst verkümmern sie. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen.
Für die Haltung von Amazonen gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einen Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. Höhle.
- Haltung in einer Zimmervoliere mit folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (BxTxH) für max. zwei Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4-6 m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem beheiztem Schutzraum (Mindesttemperatur 10°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
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Amazonen sind starke Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.
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Ernährung:
Körnerfutter für Großpapageien ohne Nüsse und max. 50% Anteil fetthaltiger Sämereien. Zusätzlich wird Keimfutter sowie Obst (u.a. Beeren, Melone, Apfel), Gemüse (u.a. Mohrrübe, Gurke, Rote Beete) und Wildkräuter gereicht. Sehr gerne werden halbreifer Mais und Knospen gefressen. Während der Mauser, der Zucht und des Wachstums wird tierisches Eiweiss benötigt. Täglich frisches Trinkwasser. Mineralstoffe (Mineralstein) sollten ständig zur Verfügung stehen.
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Zucht:
Mülleramazonen sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 2-3 Eiern. Die Brutdauer beträgt ~24-25 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 61-70 Tagen aus und sind nach weiteren fünf Wochen selbständig.
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Buchempfehlungen:
  
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