|

|
Pazifisches Blauauge
Pseudomugil signifer
|
|
Vorkommen
Entlang der pazifischen Küste Australiens vom Brack- bis zum reinen Süsswasser, meist in langsam fliessenden Gewässern.
|
|
Wasserwerte:
pH-Wert 6-8; bis 30°dGH, 18-28°C.
|
|
Maximale Länge:
7 cm, meist kleiner.
|
|
Geschlechtsunterschiede:
Männchen mit farbigen und etwas bis sehr viel länger ausgezogenen Flossen.
|
|
Verhalten:
Innerartlich etwas aggressiver, gegenüber anderen Fischen sehr friedlicher Schwarmfisch. Männchen der Variante von Harvey Creek sind allerdings so aggressiv gegeneinander, dass immer nur eines mit mehreren Weibchen gehalten werden kann.
|
|
Zucht
Einfach und relativ ergiebig. Ein grösseres Weibchen kann 20 bis 40 Eier /Tag ablegen, viel mehr als bei den meisten anderen Blauaugen. Die relativ grossen Eier brauchen etwa zwei Wochen bis zum Schlupf, die Jungen brauchen dann fast sofort Futter. Frisch geschlüpfte Artemia- Naupien haben sich als Erstfutter bewährt.
|
|
Aquarium:
Mindestens 60 cm Kantenlänge für einen kleinen Schwarm; die grösseren Varianten sollten auch in einem grösseren Aquarium gepflegt werden.
|
|
Nahrung:
Allesfresser, der besonders gerne kleines Lebend- und Frostfutter frisst.
|
|
Besonderheiten:
Von dieser Art gibt es zahlreiche Varianten. Es scheint so zu sein, dass die Flossenlänge der Männchen zunimmt, je weiter nördlich sie vorkommen. Die südlichsten Vorkommen bei Sydney sind auch die kurzflossigsten, dafür auch diejenigen, die die niedrigste Temperaturen von bis zu 18°C vertragen. Die nördlichen Varianten haben oft phantastisch lang ausgezogene Flossen, die sie beim Imponieren der Männchen wie bei der Balz gerne präsentieren. Während die Süsswasserfische vom Harvey Creek innerartlich sehr aggressiv sind, trifft dies für die genauso langflossige grosse Variante vom Ross River nicht zu, die aber einen Salzzusatz (bis zu 10g/l) zum Wasser benötigt.
|
|
Vergesellschaftung:
Die Blauaugen können mit allen anderen friedlichen, annähernd gleichgroßen Fischen vergesellschaftet werden, die ähnliche Wasseransprüche haben. Die Brackwasserarten bzw. Varietäten werden besser im Artenaquarium gehalten.
|
|
Ähnliche Arten:
Einige weitere Arten sind gelegentlich im Handel. Bekannt wurden sie unter dem Namen Popondetta oder Popondichthys, tatsächlich gehören sie bereits seit 1989 zu Pseudomugil: das Gabelschwanz-Blauauge Pseudomugil farcatus, und Connies Blauauge, P. connieae. Beide sind eher in weichem, leicht saurem Wasser zu halten. Unkritisch bezüglich der Wasserwerte sind der nur 3 cm gross werdende P. gertudae, sowie der kaum grössere P. tenellus, die ebenfalls gelegentlich angeboten werden. Bei den Spezialisten werden auch noch einige weitere Arten gepflegt, die aber alle etwas schwieriger in der Zucht sind oder Brackwasser brauchen, wie P. cyanodorsalis.
|
|
Buchempfehlung:
  
|