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Purpurprachtbarsch

Purpurprachtbarsch

Pelvicachromis pulcher

Vorkommen

Im südlichen Nigeria bis in Meeresnähe in Fließgewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert 6,0 - 8,0; bis 20°dGH, 24 -26°C.

Maximale Länge:

Männchen 10 cm, Weibchen 8 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Leicht zu unterscheiden: Die Männchen sind schlanker und haben länger ausgezogene Flossen. Die Weibchen sind deutlich kompakter, haben einen kräftigen violetten Bauch und einige Flecken in der hinteren Rückenflosse. Dadurch wirken sie attraktiver als die blasseren Männchen.

Verhalten:

Obwohl die Paare Reviere bilden, handelt es sich um relativ friedliche Buntbarsche. Gelegentlich wird etwas im Bodengrund gegraben, aber normalerweise werden Pflanzen nicht beschädigt. An Revierauseinandersetzungen sind beide Partner beteidigt, wobei das Männchen an vorderer Front steht  und vom Weibchen gelegentlich unterstützt wird. Das Kampfverhalten ist sehr stark ritualisiert und interessant zu beobachten. Es kommt nur selten zu Beschädigungskämpfen, wenn durch Einrichtung und Aquariengrösse die Einrichtung mehrerer Reviere möglich ist.

Zucht

Einfach. Die Zuchtbemühungen gehen meist vom Weibchen aus, das dem Männchen seinem purpurroten Bauch präsentiert und versucht, ihn zum Laichplatz, einer kleinen Höhle, zu locken. Meistens wird am Höhlendach abgelaicht. Nach dem Ablaichen bleibt das Weibchen in der Höhle und verteidigt den Laichplatz, während das Männchen das Revier gegen Eindringlinge bewacht. Schwimmen die Jungfische frei, werden sie von beiden Eltern geführt und beschützt. Die Jungfische können lange bei den Altfischen verbleiben, die sich nicht an ihnen vergreifen.

Aquarium:

Für ein Pärchen reicht bereits ein Aquarium mit 80 cm Kantenlänge, für zwei Paare sollte es aber schon ein Aquarium mit 1,00 m Kantenlänge sein. Als Laichplätze werden einige kleine Höhlen angeboten, durch Wurzeln kann man Reviergrenzen gestalten. Einige dichte Pflanzenbestände können ebenfalls als Reviergrenzen dienen und werden von den Purpurprachtbarschen nicht beeinträchtigt.

Nahrung:

Allesfresser, der nicht nur Trockenfutter erhalten sollte. Ansonsten kann es sein, dass diese Fische kümmern und nicht in Laichstimmung kommen.

Besonderheiten:

Seit seiner Ersteinführung 1913 handelt es sich um einen der beliebtesten Buntbarsche, der mit den meisten Wasserbedingungen sehr gut zurechtkommt und keine grossen Ansprüche stellt.

Vergesellschaftung:

Aufgrund seiner geringen Ansprüche an die Wasserbedingungen sowie die für einen Buntbarsch mässige Aggressivität ist eine Vergesellschaftung mit allen anderen Fischen möglich, die nicht aggressiv sind und andere Lebensräume bewohnen. Bei Bodenbewohnern wie Panzerwelse kann es Probleme geben, aber die meisten Harnischwelse sind robust genug, die Attacken zu ertragen, wenn sie sich in das Revier der Buntbarsche verirren. Es handelt sich jedenfalls um typische Fische für den unteren Bereich des Gesellschaftsaquariums, die dazu wegen ihres interessanten Fortpflanzungsverhaltens und der schönen Färbung ein Blickpunkt im Aquarium sind.

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