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Rosakakadu
Eolophus roseicapillus
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Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet der Norminatform erstreckt sich über Ost-, Zentral-, und Nordaustralien sowie einige vorgelagerte Inseln. Das Vorkommen des Westlichen Rosenkakadus beschränkt sich auf den Südwesten des Kontinents. Er ist beinahe ein Kosmopolit, bevorzugt aber das offene Gelände der Trockensavannen. Durch seine grosse Anpassungsfähigkeit ist der Rosakakadu einer der wenigen Kakadus, die von der Besiedlung des australischen Kontinents durch Europäer profitiert haben. Bewässerungsanlagen und ausgedehnte Getreidefelder schaffen ideale Lebensbedingungen, so dass sich der Rosakakadu weiter ausbreitet und sogar schon in Ortschaften und Städten zu finden ist. In einigen Gegenden werden die Tiere als Ernteschädlinge in grossen Maßstab bekämpft.
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Schutzstatus:
Anhang B.
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Allgemeines:
Der erste Rosakakadu kam 1843 in den Londoner Zoo. Seitdem wurden sie bis zur allgemeinen Ausfuhrsperre Australiens regelmässig nach Europa exportiert. Rosakakadus sind beliebte Heimtiere und werden zunehmend als Handzuchten angeboten. Ihr Futter suchen sie sich bevorzugt auf dem Boden.
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Geschlechtsunterschiede:
Weibchen und Männchen unterscheiden sich geringfügig voneinander. Während bei den Männchen die Iris dunkelbraun gefärbt ist, ist sie bei den Weibchen rötlich. Jungtiere haben eine braune Iris.
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Lebenserwartung.
Über 25 Jahre.
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Klimatische Ansprüche:
Rosakakadus sind robuste Vögel. Bei Haltung in einer Außenvoliere muss ein Schutzraum (>15°C) angeboten werden. Empfohlen wird eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.
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Sozialverhalten:
Rosakakadus weisen ein komplexes Sozialverhalten auf. Sie leben paarweise, meistens aber in kleinen Gruppen oder Schwärmen. Sie sind in der Natur oft mit Inka- und Gelbhaubenkakadus vergesellschaftet.
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Haltung:
Rosakakadus sind intelligente, neugierige und bewegungsaktive Tiere. Sie dürfen nie einzeln, sondern nur paarweise gehalten werden. Die intelligenten Tiere brauchen, um nicht zu verkümmern, täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Handaufgezogene und frühzeitig getrennt gehaltene Einzeltiere brauchen extrem viel Fürsorge von ihrem Pfleger (mehrere Stunden täglich), da sie sonst verkümmern. Daher ist eine Einzelhaltung grundsätzlich abzulehnen. Einzeln gehaltene und nicht ausreichend beschäftigte Vögel neigen häufig zum Federrupfen.
Für die Haltung von Kakadus gibt es folgende tiergerechte Möglichkeiten:
- Untertags werden die Tiere auf einem Kletterbaum gehalten oder haben Freiflug. Die Nacht verbringen sie in ihrem Schlafkäfig bzw. Schlafhöhle.
- Haltung in einer Zimmervoliere mit den folgenden Mindestmaßen 200 x 100 x 200 cm (B x T xH) für max. 2 Tiere. Täglicher mehrstündiger Freiflug oder Haltung auf einem Kletterbaum vorausgesetzt. Die Voliere dient vor allem als Schlaf- und Rückzugsmöglichkeit.
- Optimal ist eine Außenvoliere mit einer Länge von 4- 6m, einer Breite von 2-3 m und einer Höhe von 2 m mit einem Schutzraum (Mindesttemperatur >5°C). Eine vielfältige Einrichtung ist unbedingt notwendig. Eine Beregnungsanlage ist zu empfehlen.
Die Ankettung auf einem Ständer, Bügel oder Kletterbaum ist nicht zulässig!
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Rosakakadus sind extreme Nager, daher kommen nur Gehege, Volieren und Käfige aus Ganzmetall in Frage. Die Drahtstärke muss mindestens 3mm betragen. Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Es muss entweder eine Bademöglichkeit vorhanden sein, oder die Vögel müssen regelmässig besprüht werden.
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Ernährung:
Die Nahrung von Rosakakadus setzt sich aus einer Körnermischung, viel Frischfutter und regelmässig tierischem Eiweiss zusammen.
- Grundfutter: Körnerfutter u.a. aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz, Buchweizen, wenigen Sonnenblumenkernen, etwas Hanf und Weizen. Die Körnermischung darf nicht zu fettreich sein (Leberschäden). Daher sollten Nüsse, z.B. Zirbelnüsse, nur gelegentlich als Leckerbissen angeboten werden.
- Frischfutter: (Äpfel, Apfelsinen, Ebereschenbeeren u.a.), Gemüse (Möhren, Gurken, Zucchini, Sellerie, Erbsenschoten u.a.), Grünfutter (Löwenzahnwurzeln, Samenstände von Gräsern und Kräutern, diverse Wildkräuter, reichlich Zweige mit Knospen etc.) und Keimfutter.
- Tierisches Eiweiss muss regelmässig in kleinen Mengen angeboten werden (1-2/Woche).
Das Mischungsverhältnis (nach Robiller) für nicht züchtende Vögel ist~50% trockenes Körnerfutter,~25% Frischfutter und~25% Keimfutter. Dazu 1-2mal wöchentlich tierisches Eiweiss. Frisches Trinkwasser und Kalkgrit müssen ständig vorhanden sein.
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Zucht:
Rosakakadus sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht i.d.R. aus 2-5 Eiern. Die Brutzeit beträgt 23-30 Tage und die Nestlingszeit 7-8 Wochen. Nach weiteren 6 Wochen sind die Jungen unabhängig von den Eltern. Ein besonderes Verhalten bei der Jungenaufzucht besteht darin, dass flügge Jungvögel von ihren Eltern in sogenannten “Schulen” versammelt werden, wo sie unter Aufsicht einiger adulten Tiere bleiben, während die Eltern auf Nahrungssuche sind.
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Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!
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Buchempfehlungen:
  
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