Banner1
amazon_de
Marion02

Rotkopfamadine

Rotkopfamadine

Amadina erythrocephala

Vorkommen

Das Vorkommen der Nominatform erstreckt sich von Luanda in Angola durch grosse Teile Namibias bis ins südwestliche Südafrika. Die Unterart A. e. dissata bewohnt das südöstliche und östliche Südafrika sowie Teile Botwanas und Namibias. Bevorzugte Lebensräume sind Halbwüsten, Savannen und trockenes Grasland mit Büschen oder vereinzelten Bäumen. Sie sind sehr abhängig von Wasservorkommen.

Schutzstatus:

Keiner.

Allgemeines:

Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die ersten Rotkopfamadinen nach Frankreich und England. Erste Zuchterfolge wurden bereits in dieser Zeit erzielt. In Deutschland wurde dieser Prachtfink erst ab 1874 bekannt.

Geschlechtsunterschiede:

Die Weibchen beider Unterarten besitzen im Gegensatz zu den Männchen keine roten Federn an Kopf und Gesicht. Jungvögel ähneln den Weibchen, sind jedoch matter und bräunlicher gefärbt.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Im Durchschnitt 7 - 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Rotkopfamadinen sind gut an unser Klima angepasst. Temperaturen zwischen 18° und 24°C werden problemlos vertragen. Temperaturen unter 18°C, Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind jedoch zu vermeiden. Wildfänge sind empfindlich gegenüber kühlere Temperaturen. das Optimum liegt im Bereich über 22°C.

Sozialverhalten:

Rotkopfamadinen sind gesellige Tiere. Sie sind jedoch gegenüber anderen Prachtfinken selten friedlich. Sie sind scheu und vorsichtig, haben jedoch ein grosses Kontaktbedürfnis zu Artgenossen und pflegen sich häufig gegenseitig das Gefieder.

Haltung:

Rotkopfamadinen dürfen nie einzeln gehalten werden, sondern immer mindestens paarweise oder in einem kleinen Schwarm. Aufgrund ihres lebhaften Verhaltens sollte der Käfig/Voliere folgende Maße nicht unterschreiten:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 50 x 50

für bis zu 4 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und eine Bademöglichkeit angeboten werden.

Ernährung:

Rotkopfamadinen benötigen ein Mischfutter aus reichlich kleinkörnigen Hirsesorten (Senegal- und Mannahirse) und Glanz. Kolbenhirse, Grünfutter wie Löwenzahn und Vogelmiere werden gerne angenommen. Keimfutter und tierisches Eiweiss in Form frisch gehäuteter Mehlwürmer sowie ei- bzw. insektenhaltigen Weichfutter dürfen nur gelegentlich in geringen Mengen angeboten werden, da regelmässige Gaben die Tiere in Brutstimmung bringen. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit. Die Tiere haben ein grosses Trinkbedürfnis.

Zucht:

In der Natur bauen Rotkopfamadinen selten ein eigenes Nest, sondern brüten eher in Felsnischen, Mauerlöchern oder verlassenen Nestern von Webervögeln. Zur Brut werden Nistkästen (halboffen oder ganz geschlossen) und Nistmaterial wie Kokosfasern, Gräser etc. gerne angenommen. Das Gelege umfasst 5-6 Eier, die Brutzeit beträgt 12-16 Tage und die Jungen verlasen nach ca. 24 Tagen das Nest. Zwei Wochen später sind sie selbständig. Rotkopfamadinen neigen zu übermässigem Fortpflanzungstrieb, d.h. frühzeitige Aufgabe des Nachwuchses und Frühreife ab dem 3. Lebensmonat.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

leeresleeresleeres