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Rotwangen Schmuckschildkröte

Rotwangen-Schmuckschildkröte

Trachemys scripta elegans

 

Lebenserwartung:

bis zu 85 Jahre

Vorkommen:

Mittlere USA, Nord-Mexiko; nachgewiesene Freilandreproduktionen auch in Deutschland.

Wissenswertes:
Mit dem massenhaften Import dieser Art aus Zuchtfarmen in den USA setzte ein Boom und eine Faunenverfälschung in Europa ein. In sehr vielen Gewässern sind hier mittlerweile Rotwangenschmuckschildkröten zu finden.

Artbeschreibung:

Carapax (Rückenpanzer) olivbraun bis braun, dunkle Ornamente, roter Schädelfleck. Plastron (Bauchpanzer) gelblich. Die Tiere werden bis 28 cm  (Stockmaß = Carapax gerade vom Kopf bis zum Schwanz gemessen) gross

Terrarienhaltung:

Grösse

Besatzdichte

 

200 x 150 x 70 cm

für 2 ausgewachsene Tiere

Vermerk:

Eine höhere Besetzung der Terrarien ist nur für eine vorübergehende Haltung im Zoofachhandel toleriert!

Haltungsoptimierung:

Die Rotwangen Schmuckschildkröte ist eine Wasserschildkröte. Für erwachsene Rotwangenschmuckschildkröten ist im Sommer eine Aussenhaltung unbedingt anzustreben. Die Anlage soll ausbruchssicher eingezäunt werden. Die Tiere werden im Herbst herausgefangen und kontrolliert in Innenräumen in den Winterschlaf gebracht. In kühleren Monaten hält man sie in je nach Grösse des Bestandes in genügend grossen, reich strukturierten Aquarien. Die Wassertiefe kann bis 50 cm betragen. Ein Landteil soll über Wurzeln oder Korkeichenrinden gut zu erreichen sein. HQI-, HQL- oder MLR-Lampen müssen am Sonnenplatz 40° C erreichen, um dem Sonnenhunger der Tiere gerecht zu werden. Zusätzlich ist eine UV- A und UV- B Bestrahlung unbedingt erforderlich (für den Knochen- und Panzeraufbau der Tiere). Die Wassertemperatur soll zwischen 20° und 26°C liegen. Trotz einer leistungsfähigen Filteranlage ist ein regelmässiger Wasserwechsel unumgänglich. Der Landteil soll einen Eiablageplatz aufweisen. Die Aquariengestaltung sollte bei Jungtieren auch Wasserpflanzen als Versteckmöglichkeiten bieten. Moorkienwurzeln und Steine können ebenfalls Verwendung finden. Als Bodengrund können Kies und Sand Verwendung finden. Den Landteil gestaltet man am Besten mit einem Sand- Erdegemisch.

ACHTUNG: Keine Giftpflanzen zur Käfiggestaltung bzw. zur Fütterung verwenden!

Ermöglichen Sie ihren Tieren umbedingt einen Winterschlaf (Temperatur: +4° bis +6° C), von 3 - 5 Monaten, dies gilt auch für Jungtiere.

Ernährung:

Räuberisch, karnivor, adulte Tiere nehmen vermehrt pflanzliche Kost auf.

Im Handel gibt es Wasserschildkrötenfutter, dieses kann auch in der Fütterung eingesetzt werden. Jedoch sollte es nicht ausschliesslich verfüttert werden. Rotwangen- Schmuckschildkröten fressen tierische und pflanzliche Nahrung, je nach Alter der Tiere unterscheidet sich dies jedoch gravierend. Während Jungtiere hauptsächlich tierische Kost bevorzugen, ist bei erwachsenen die Vorliebe bei pflanzlicher Kost zu suchen.

· Regenwürmer, besonders Eiweiss- und mineralreich

· Löwenzahn, eine Delikatesse Schildkröten

· Frostfutter z.B. rote Mückenlarven und Stinte

· Lebendfutter wie Fische, Garnelen, Mückenlarven, Wasserschnecken, Bachflohkrebse und andere Insekten (Heuschrecken, Schaben, Zophobas).

· Obst, Kräuter und Gemüse (manche fressen sogar Banane)

· Wasserlinsen, Wasserpest oder Schwimmfarn

Bitte regelmässig Mineralstoffe und Vitamine zufüttern.

Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen sind kleiner, mit sehr langen Vorderkrallen. Der Schwanz ist länger und dicker, die Kloake weiter vom Panzer entfernt. Beim Männchen ist der Plastron nach innen gewölbt, beim Weibchen flach.

Zucht:

Rivalisierende Männchen können sich Bisswunden zufügen. Mit ihren langen Krallen an den Vorderfüssen umwerben sie, um deren Kopf paddelnd, die Weibchen. Die Kopulation erfolgt nur in genügend tiefem Wasser. Zwei bis vier Wochen später erfolgt die Eiablage. Vier bis maximal 20 weichschalige Eier werden im Landteil vergraben. Die Bebrütung der in feuchtem Vermiculite-, Perlit- oder Seramis eingegrabenen Eier erfolgt in einem geeigneten Inkubator. Bei Temperaturen zwischen 28° und 31° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 bis 95% schlüpfen die hübschen knallgrün gefärbten Jungtiere nach 60 bis 90 Tagen.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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