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Rußköpfchen

Rußköpfchen

Agopornis nigrigenis

Vorkommen

Rußköpfchen sind in Teilen Sambias, Zimbabwes, Namobia und Botswanas entlang baumbestandener Flussufer verbreitet.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Rußköpfchen kamen erstmalig 1907 nach Europa und wurden kurze Zeit später nachgezüchtet. Leider wurden die Vögel öfters mit anderen Agapornidenarten gekreuzt. Reinfarbige Farbmutationen von Rußköpfchen sind nicht bekannt.

Geschlechtsunterschiede:

Die Geschlechter können äusserlich nicht unterschieden werden. Ausgewachsene Weibchen sind i.d.R. etwas schwerer als die Männchen. Jungtiere sind etwas blasser als erwachsene Vögel, und ihr Schnabel ist an der Basis schwärzlich.

Lebenserwartung.

12-16, in Ausnahmefällen über 20 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Rußköpfchen werden seit vielen Jahrzehnten in Deutschland nachgezüchtet. Nachzuchttiere stellen keine besonderen Ansprüche an das Klima. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit über 60%. Zugluft und plötzliche Temperaturschwankungen sind zu vermeiden. Bei der Haltung in Außenvolieren muss den Vögeln ein frostsicherer Schutzraum zur Verfügung stehen.

Sozialverhalten:

Agaporniden sind sehr sozial und dürfen daher nur paarweise (gleichgeschlechtlich oder getrenntgeschlechtlich) oder in kleinen Schwärmen gehalten werden. Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Vogelarten (Ausnahme Wachteln etc.) ist nicht möglich.

L x B x H in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 60 x 100

für 2 -4 Tiere

Regelmässiger Freiflug!

Haltung:

Rußköpfchen sind sehr sozial und dürfen daher nur paarweise gehalten werden. Oben angegebene Mindestmaße sind empfohlen.

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein. Sitzbrettchen werden gerne angenommen.

Ernährung:

Täglich frisches Trinkwasser; Körnermischung mit kleinen Saaten. Da die Tiere zum Verfetten neigen, sollten ölhaltige Saaten (vor allem Sonnenblumenkerne) nur sparsam, oder gekeimt, angeboten werden. Kolbenhirse wird gerne angenommen. Tägliche Gabe von Frischfutter (Obst, Gemüse, Grünfutter). Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen. Während der Mauser wird tierisches Eiweiss benötigt.

Zucht:

Rußköpfchen sind Höhlenbrüter. Als Nistmaterial müssen weiche Zweige (Weide, Linde, Birke, Obstbaum, Ahorn) angeboten werden. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern, die Brutdauer beträgt 20-22 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 5-6 Wochen aus und sind nach weiteren zwei Wochen selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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