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Marion02

Schnurfüssler

Riesenschnurfüßer

Spirostreptus giganteus

Dämmerungsaktiv

Schutzstatus: Keiner

Vorkommen:

Afrika

Artbeschreibung:

Wird bis zu 30cm lang und 3cm dick. Wie alle Schnurfüßer besitzt auch dieser ein Abwehrsekret, daher sollten nach dem Kontakt die Hände gewaschen werden. Allergiker sollten Handschuhe tragen. Pro Segment sind wie bei allen Schnurfüßern zwei Beinpaare vorhanden. Die Grundfarbe ist ein tiefes schwarz wobei die Segmente mit dunkelbraunen Ringen unterteilt sind. Die Füsse können eine leicht rötliche Färbung aufweisen.

Vermerk:

Eine höhere Besetzung der Terrarien ist nur für eine vorübergehende Haltung im Zoofachhandel toleriert!

Terrariengröße:    mind. 40 x 30 x 30 cm für eine kleine Gruppe


Haltungsoptimierung:

Der grosse afrikanische Riesenschnurfüßer ist ein sehr interessanter Terrarienpflegling, der sich leicht vermehren lässt. Er ist in feuchten Waldgebieten beheimatet, wo er den Boden und die Laubschichten nach Fressbarem durchwühlt. Spirostreptus giganteus ist ein äusserst ruhiger Terrarienbewohner, der sich bei Gefahr sehr schnell zu einer Spirale zusammenrollt.

Die Haltung dieser Tiere erfolgt in kleinen Regenwaldterrarien mit 5-10cm hohem Substrat, da sich die Tiere gerne vergraben und unter der Erde Häuten. Moos sollte mit Korkrinde bedeckt werden, um den Tieren einen feuchten Unterschlupf zu bieten. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 80-100% liegen, wobei Staunässe zu vermeiden ist. Die Umgebungstemperatur sollte 25-27°C betragen.

ACHTUNG:

Wie alle Schnurfüßer besitzt auch Spirostreptus giganteus ein Wehrsekret das an Körperöffnungen an den Seiten abgesondert wird. Die darin enthaltenen Stoffe besitzen einen markanten Geruch und können bei Kontakt die Haut rot oder braun Färben. Die Färbung verschwindet nach einigen Tagen wieder, Folgen sind nicht bekannt. (Das Waschen der Hände nach jedem Kontakt mit Tieren sollte nicht vergessen werden, Allergiker sollten Handschuhe tragen).

Ernährung:

Die Tiere ernähren sich zu einem grossen Teil von abgestorbenem tierischen und pflanzlichen Material, sprich moderndem Laub und Holz sowie Gemüse und Obst, aber auch toten Insekten. Jedoch wird auch frische Ware nicht verschmäht.

Zucht:

Männliche Tiere unterscheiden sich von Weiblichen durch eine Lücke der Beinpaare am siebten Körpersegment. Es empfiehlt sich eine kleine Gruppe dieser Tiere zu pflegen. Bei etwas Geduld stellt sich dann bald Nachwuchs ein. Das Weibchen legt kurze Zeit nach der Paarung die Eier. Diese werden im Substrat eingebettet. Nach einigen Wochen oder aber auch Monaten Schlüpfen die Jungtiere.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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