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Schönsittich

Schönsittich

Neophema pulchella

Vorkommen

Die Heimat der Schönsittiche ist das südostliche Australien von Südost-Queensland bis Nord-Victoria. Sie bevorzugen sowohl leicht bewaldete als auch offene Gelände.

Schutzstatus:

Anhang B.

Nicht anzeigepflichtig.

Allgemeines:

Die ersten Schönsittiche kamen bereits 1850 nach Europa. Aber erst nach dem zweiten Weltkrieg wurden stabile Zuchtbestände aufgebaut. Folgende Mutationen oder Formen werden z.Z. unterschieden: Gelbgescheckte, gelbe, falbe und auch blaue, opaline und lutino. Eine besondere Form ist der Rotbauch-Schönsittich, da es sich hierbei nicht um eine Mutation handelt. Infolge von Inzucht werden die Vögel in den letzten Jahren immer kleiner und es kommt zu farblichen Veränderungen.

Geschlechtsunterschiede:

Beide Geschlechter sehen sich relativ ähnlich. Das Männchen ist jedoch farbintensiver, hat mehr blaue Kopffedern und zeigt einen rotbraunen Streifen auf den Schultern. An der Unterseite der Flügel hat es einen roten Streifen, im Gegensatz zu den Weibchen, die keinen roten sondern einen hellen Streifen aufweisen. Diese sind auch öfters bei den insgesamt matteren gefärbten Jungtieren zu erkennen.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Ungefähr 10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Schönsittiche werden seit ca. 40 Jahren in Deutschland nachgezüchtet und sind an unsere klimatischen Verhältnisse angepasst. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%.

Sozialverhalten:

Der Schönsittich gilt als der kampffreudigste und aggressivste Vogel seiner Gattung, was sich vor allem während der Brutzeit äussert. In der Brutperiode sondern sich die Tiere paarweise ab, ausserhalb der Brutzeit bilden sie grössere Gruppen.

Haltung:

Schönsittiche sind sehr sozial und dürfen daher nur paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Folgenden Mindestmaße werden empfohlen:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

120 x 60 x 100

für 2 - 4 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein. Sitz- und Schlafbrettchen werden gerne angenommen.

Ernährung:

Täglich frisches Trinkwasser; Körnermischung mit kleinen Saaten (alle Hirsesorten, etwas Negersaat, wenig Hanf), Kolbenhirse leicht angekeimt, geschälter Hafer und tägliche Gabe von Frischfutter (Obst, Gemüse, Grünfutter). Kalkgrit sollte ständig zur Verfügung stehen. Während der Mauser wird tierisches Eiweiss benötigt.

Zucht:

Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern, die Brutzeit beträgt ~18 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 4-5 Wochen aus und sind dann nach weiteren 2 Wochen selbständig. Die Männchen können gegenüber männlichen Jungen und anderen Paaren sehr aggressiv werden.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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