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Schwielenwels

Gemalter Schwielenwels

Megalechis thoracata

Vorkommen

Weit verbreitet entlang der atlantischen Küste Südamerikas von Kolumbien bis Brasilien. Meist in Sümpfen oder anderen stehenden Gewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert  6-7,5; bis 15°dGH, 22-26°C.

Maximale Länge:

18 cm.

Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen haben verdickte, vergrösserte, orangenfarbene Brustflossen, die Weibchen sind rundlicher.

Verhalten:

Ausserhalb der Laichzeit relativ friedlich, in Laichstimmung werden die Männchen jedoch territorial und verteidigen ihren Netzplatz vehement gegen andere Aquarienbewohner.

Zucht

In der Natur laichen die Fische zu Beginn der Regenzeit. Die Männchen beginnen damit, unter Einbeziehung von Pflanzenteilen ein Schaumnest zu bauen (Durchmesser bis zu 30cm). Dazu nehmen sie Luft auf und sprudeln sie aus den Kiemen wieder heraus. Entgegen anderer Meinung hat der Schaum keine antiseptische Wirkung. Unter dem Nest warten die Männchen dann auf die Weibchen. Ein Männchen kann mit mehreren Weibchen ablaichen. So können sich mehrere 1000 Eier im Nest sammeln, das vom Männchen bewacht wird. Die Jungfische schlüpfen nach einer Woche und brauchen dann noch einige Zeit, bis sie freischwimmen und das Nest verlassen. Durch Simulation einer Regenzeit können die Fische auch im Aquarium leicht zum Ablaichen gebracht werden.

Aquarium:

Ab etwa 1,20m Kantenlänge, ein reines Artenaquarium für ein Pärchen braucht nur 80 cm breit zu sein. Die Pflanzen sollten robust sein und in Töpfen stehen, denn zur Laichzeit wird das Aquarium manchmal etwas umgeräumt.

Nahrung:

Allesfresser, der aber vor allem Lebend- und Frostfutter bevorzugt. Nimmt Futter sowohl vom Boden als auch von der Wasseroberfläche.

Besonderheiten:

Aufgrund des grossen Verbreitungsgebiets gibt es zahlreiche Farbvarianten, die früher teilweise als eigene Arten beschrieben worden waren.

Vergesellschaftung:

Nur mit robusten anderen Fischen, die einen gelegentlichen Knuff vertragen, wie mittelgrosse Cichliden und schnelle Salmler.

Ähnliche Arten:

In dieser Unterfamilie Callichthyinae gibt es noch zahlreiche weitere, ähnliche Arten. Kürzlich wurde ein wissenschaftlich bislang unbeschriebener, klein bleibender Vertreter eingeführt, der in der Laichzeit sehr viel weniger aggressiv ist als seine grossen Vettern. Sehr beliebt sind auch die Dianema- Arten, wenngleich deren Nachzucht bislang noch kaum gelungen ist.

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