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Sonnensittich

Sonnensittich

Aratinga solstiliatis

Vorkommen

Sonnensittiche kommen in Guyana, Südost-Venezuela und Nordost-Brasilien vor. Sie bevorzugen Savannen, offene Wälder und Palmenbestände als Lebensraum.

Schutzstatus:

Anhang B.

Allgemeines:

Der systematische Stellung dieser Art und die Anzahl der Unterarten ist z.Z. stark umstritten. Von manchen Autoren wird der Sonnensittich nicht als eigenständige Art anerkannt. Sie betrachten ihn als eine Unterart des Goldscheitelsittiches (Aratinga auricapilla). Andere Autoren stellen den Goldscheitelsittich, den Jendaya-Sittich (A. jendaya) und den Goldkappensittich (A. aurifrons) als Unterarten des Sonnensittischs dar. Wieder andere Autoren geben keine Unterarten für den Sonnensittich an.

Geschlechtsunterschiede:

Äussere Geschlechtsunterschiede sind nicht vorhanden. Jungvögel haben eine orangene Brust, das Restgefieder ist gelb und mit Grün durchsetzt. Mit etwa 7-9 Monaten sind sie voll ausgefärbt.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Über 20 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Sonnensittiche sind robuste Tiere. Empfohlen werden Temperaturen zwischen 18° und 25°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60%. Bei der Haltung in einer Außenvoliere muss ein frostsicherer Schutzraum, mit Temperaturen über 5°C, zur Verfügung stehen.

Sozialverhalten:

Sie kommen paarweise oder in kleinen Gruppen bis zu 30 Vögeln vor, nach der Brutzeit auch in grösseren Schwärmen. Während der Brutzeit sind sie aggressiv gegenüber Artgenossen und anderen Arten.

Haltung:

Sonnensittiche dürfen nur paarweise gehalten werden. Eine Einzelhaltung ist grundsätzlich abzulehnen. Folgende Mindestmaße werden empfohlen:

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

200 x 100 x 100

für 2 Tiere

regelmässiger Freiflug!

Frische Naturäste und -zweige (Weide, Obstbäume, Buche, Birke, etc.) müssen als Nagematerial ständig zur Verfügung stehen. Eine stabile Schlafhöhle muss ganzjährig angeboten werden. Eine Bademöglichkeit muss vorhanden sein.

Ernährung:

Körnermischungen mit vorwiegend mehlhaltigen Samen (Hafer, Weizen, Negersaat). Auch fettreiche Sämereien, wie Sonnenblumenkerne und Hanf müssen zu mindestens 20% enthalten sein. Zusätzlich reichlich Frischfutter (Gemüse, Obst, Beeren, Grünfutter), Keimfutter, halbreifer Mais sowie halbreife Samen von Getreide, Gräsern und Wildkräutern. Täglich etwas tierisches Eiweiss (Weichfutter). Kalkgrit und frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen.

Zucht:

Sonnensittiche sind Höhlenbrüter. Das Gelege besteht aus 2-4 Eiern, die Brutdauer beträgt ~23 Tage. Die Jungtiere fliegen nach 7-8 Wochen aus und sind nach weiteren 3 Wochen selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlung:

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