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Sonstige Wirbellose

Es gibt einige weitere Wirbelose, die man aber meist nicht gerne im Aquarium sieht, die aber immer wieder anzutreffen sind. Dazu zählen vor allem Kleinpolypen oder Hydren und Planarien. Da sie beim Massenauftreten jungen Fischen gefährlich und älteren noch lästig werden können, sodass sie gegenüber Krankheiten anfällig sind, müssen sie bekämpft werden. Das gilt auch für eventuell mit Lebendfutter eingeschleppte Egel.

Süßwasserpolypen oder HydrenPolyp7[1]

Diese Tiere zählen zu den Hohltieren und sitzen mit ihrer Fußscheibe fest auf einer Unterlage. Die Maulöffnung umstehen sechs bis acht (nach Literaturangeaben 4-20) Tentakeln, die bei den beiden häufigsten Arten zu der Gesamtlänge von bis zu 2 cm betragen können. Die Fortpflanzung erfolgt durch Abspaltung junger Polypen von einem großen Polyp.

Wahrscheinlich werden Hydren mit Lebendfutter eingeschleppt und können vor allem bei sehr starker Fütterung mit Artemia-Napien überaus lästig werden. Sie haben kleine Nesselkapseln, mit denen sie ihre kleine Beute betäuben, um sie dann mit den Tentakeln in die Mundscheibe einzuziehen. Dabei dient fast der ganze Körper der Verdauung. Drei Arten sind bei uns heimisch: Die graue, bis zu 20 mm große Gemeine oder Braune Hydra, Hydra vulgaris, die durch symbiotische Algen grün gefärbte, bis etwa 15 mm lange Chlorohydra viridissima sowie die sehr seltene, bis zu 25 cm langen Fangarmen sehr viel größere Graue Hydra, Pelmathohydra oligactis.

Bei verstärktem Auftreten müssen Hydren bekämpft werden. Zwar fressen einige Fische - wenn sie hungrig sind - auch Hydren, etwa Honigguramis (Trichogaster chuna), Makropoden (Macropodus opercularis) oder Schmetterlinskärpflinge (Ameca splendens). Am besten ist es aber, die Hydren auszuhungern, in dem über mehere Wochen kein Lebendfutter gefüttert wird. Auch eine Behandlung mit kupferhaltigen Präparaten ist möglich, dann aber sollte kurz nach Ende der Behandlung (möglichst schon nach wenigen Stunden) ein großzügiger Wasserwechsel erfolgen.

Palarien

Palarien gehören zu den Plattwürmern. Die meisten der im Aquarium auftretenden Planarien gehören der Gattung Dugesia an. Sie sind weißlich durchsichtig, sehr flach und bis etwa 2 cm lang. Bei genauerem Hinsehen kann man ihr Innenleben gut erkennen. Sie sind in kleinen Manegen harmlos, bei Massenauftreten können sie vor allem nachts ruhenden Fischen gefährlich werden. Sie können genauso bekämpft werden wie die Hydren.