Banner1
amazon_de
Marion02

Streifenbaselisk03

Streifenbasilisk

Basiliscus vittatus

Schutzstatus:

Lebenserwartung:

3 - 5 Jahre

Vorkommen:

Tropische Regenwälder, wie Südmexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Ecuador.

Artbeschreibung:

Die schlanken Echsen können bis zu 80 cm lang werden (Helmleguane nur bis zu 37 cm), wobei der Schwanz etwa die zweifache Körperlänge erreicht (Basiliscus plumifrons: KRL 20 cm, GL 70 cm). Auffällig sind der hohe Kopflappen, der von Knochenleisten gestützte, häutige Rückenkamm und der besonders stark gesägte Schwanzkamm. Bei den Weibchen ist der Kopflappen nur angedeutet. Ein weiteres optisches Merkmal bei Basiliscus plumifrons ist die Farbe der Haut. Sie ist je nach Stimmung Hell- oder Dunkelgrün mit blauen Flecken an den Flanken und dem Kopf. Basilisken besitzen Hautsäume an den Zehen, die Ihnen Ermöglichen, nicht nur auf den Hinterbeinen zu flüchten (bipedisch), sondern sogar über die Wasseroberfläche zu laufen und somit ruhige Gewässer zu überqueren.

Vermerk:

Eine höhere Besetzung der Terrarien ist nur für eine vorübergehende Haltung im Zoofachhandel toleriert!

Terrariengröße:        150 x 80 x 180 für 2 ausgewachsene Tiere


Haltungsoptimierung:

Basilisken benötigen aufgrund ihrer Lebhaftigkeit und Grösse ein sehr geräumiges Regenwaldterrarium. Die Mindestgröße für ein Männchen und 2 - 3 Weibchen beträgt 150 cm x 80 cm x 180 cm (LBH), wobei die Höhe eine grosse Bedeutung hat. Das Aufzuchtbecken für die Jungtiere kann entsprechend kleiner ausfallen, wobei auch hier auf eine ausreichende Höhe zu achten ist.

Das Wasserbecken, das von Basilisken zum Schwimmen, Trinken und Abkoten aufgesucht wird, darf nicht zu klein bemessen sein, und muss regelmässig gereinigt werden.

Die Einrichtung des Terrariums besteht aus knorrigen, viel verzweigten Ästen, deren Durchmesser der Grösse der Tiere angemessen sein muss, sowie einer üppigen Bepflanzung mit robusten Regenwaldarten.

Verstecke in Form von dichter Vegetation, dunkler Ecken und Korkröhren dürfen nicht fehlen. Als Bodensubstrat verwendet man ein Blumenerde-Torf-Gemisch oder Kokospressblöcke, immer leicht feucht gehalten, über einer Drainageschicht aus Kies oder Hydrokultur.

Aufgrund der Schreckhaftigkeit der Tiere und um ihnen mehr Kletterfläche zu bieten, werden Rück- und Seitenwände mit Rinde, Torfplatten, Kork oder Ähnlichem beklebt.

Die tägliche Beleuchtungsdauer liegt bei durchschnittlich 10 bis 12 Stunden, die Lufttemperatur sollte tagsüber bei 28 bis 32°C liegen und nachts auf 20 bis 25°C absinken. Es müssen Sonnenplätze geschaffen werden, an denen die Temperatur auf 35 bis 40°C ansteigt. Die relative Luftfeuchte sollte bei 70 bis 90% liegen. Hierzu empfiehlt sich die Installation einer Beregnungsanlage in grösseren Becken, oder tägliches Sprühen mit warmem Wasser.

Eine regelmässige UV- Bestrahlung ist umstritten. Es wird häufig die Meinung vertreten, das bei ausreichender Mineralstoff- und Vitamin D3 Versorgung auf eine UV- Bestrahlung verzichtet werden kann. Da sich diese aber positiv auf Lebhaftigkeit, Färbung und Fortpflanzung auswirkt, wird eine tägliche, 20minütige Bestrahlung mit einer Ultravitalux Birne (300 W) aus 1 Meter Abstand empfohlen.

Sehr schreckhafte Tiere!

Ernährung:

Die abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung unserer Terrarienbewohner ist sehr wichtig für ihre Gesundheit, dem Knochenbau und, vor allem, der Agilität und Lebhaftigkeit im Terrarium.

Basilisken besitzen ein grosses Nahrungsspektrum und erbeuten praktisch alles, was sie überwältigen und verschlingen können. Im natürlichen Lebensraum setzen sich die Beutetiere grösstenteils aus wasserliebenden und baumbewohnenden Gliedertieren, Schnecken, Fische, Frösche, Echsen und junge Vögel zusammen.

Die Grundlage des Nahrungsplans im Terrarium gepflegter Basilisken bilden handelsübliche Insekten, wie Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Wachsmotten und deren Larven, Zophobas, Schaben und bei Jungtieren auch Fliegen. Weiterhin werden Regenwürmer, kleine Fische und nestjunge Mäuse von den meisten Tieren gerne genommen.

Insbesondere Helm- und Stirnlappenbasilisken sind sehr geschickt und erfolgreich im Fischfangen. Die Tiere vollführen Sprünge von 1 bis 1,5 m und erbeuten die Fische zielsicher im Stoßtauchverfahren.

Zusätzlich zur tierische Nahrung sollte man Früchte (Bananen, Pfirsiche, Melonen, Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Weintrauben, Kirschen usw.), Gemüse (geriebene Karotten und Gartenkräuter), Keimlinge und Blüten anbieten, die von vielen adulten (ausgewachsenen & geschlechtsreifen) Basilisken gerne gefressen werden.

Basilisken haben ein sehr grosses Trinkbedürfnis, und nehmen täglich Wasser zu sich, das sie entweder in Tropfenform auflecken oder beim Baden trinken.

Auf eine ausreichende und regelmässige Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist unbedingt zu achten, wobei Überdosierungen (vor allem bei Vitamin A und D) genauso gefährlich sind wie eine Unterversorgung. Insbesondere für Weibchen, die ein Gelege nach dem Anderen produzieren, ist eine reichhaltige Calcium- und Vitaminzugabe notwendig. Dies lässt sich leicht durchführen, indem man die Futtertiere kurz vor der Fütterung in einem Gefäss (Heimchendose) mit einem Calcium-/Vitamingemisch pudert.

Geschlechtsunterschiede:

Junge Basiliskenmännchen nehmen schneller an Grösse und Gewicht zu als die Weibchen. Nach ca. einem halben bis dreiviertel Jahr erkennt man ausserdem den sich bildenden Rückenkamm, der sich vom Nacken bis zur Hüfte und vom Schwanzansatz über das erste Drittel des Schwanzes erstreckt. Weiterhin ist bei allen männlichen Basilisken, der Kopflappen bzw. Helm wesentlich deutlicher ausgeprägt als bei den Weibchen. Bei adulten Männchen erkennt man zusätzlich, wie bei fast allen Echsen, die durch die Hemipenistaschen verdickte Schwanzwurzel

Zucht:

Das Weibchen legt mehrmals jährlich ca. 15 -20 Eier, die bei Temperaturen von 28 - 33°C schlüpfen.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

leeresleeresleeres