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Elefanten Rüsselfisch

Tapirfisch, Elefanten Rüsselfisch

Gnathonemus petersii

Vorkommen

In Westafrika vom Niger bis zum Kongobecken überwiegend in langsam oder mässig schnell fliessenden Gewässern.

Wasserwerte:

pH-Wert  6-7; bis 12°dGH, 24-26°C.

Maximale Länge:

35 cm, bleibt im Aquarium aber deutlich kleiner.

Geschlechtsunterschiede:

Äussere Geschlechtsunterschiede nicht bekannt. Durch Untersuchungen laichreifer Importe weiss man aber, dass Männchen und Weibchen sich in der abgegebenen Frequenz unterscheiden und sich so auch in der Natur erkennen können. Dieser Geschlechtsunterschied findet man auch bei anderen elektrischen Messerfischen (Eigenmannia).

Verhalten:

Innerartlich territorialer und relativ aggressiver Fisch, der gegenüber anderen Fischen jedoch friedlich ist. Trotzdem liebt er durchaus die Gesellschaft seinesgleichen, sie dürfen ihm nur nicht zu nahe kommen. Allerdings können sich die Fische mit einem Sinn für elektrische Spannung gestört fühlen (u. U. einige Fiederbartwelse, Synodontis).

Zucht

Prof. Kirschbaum, Berlin, züchtet im Institut für Gewässerökologie Berlin zahlreiche Elefantenfische gezielt nach. Dabei imitiert er Trocken- und Regenzeiten. Der Wasserstand wird gesenkt, die Härte auf etwa 1000 mikrosiemens/cm erhöht. Dann wird in einer dreiwöchigen Periode der Wasserstand auf Normalniveau angehoben und die Leitfähigkeit sukzessive auf 200 mikrosiemens/cm gesenkt. Dies führt zur Reifung der Gonaden, worauf es meist spontan zum Ablaichen kommt. Die bis zu 100 Eier sind relativ gross, die Jungen, die nach einigen Tagen schlüpfen, sind mit frisch geschlüpften Artemia-Naupien leicht aufzuziehen.

Aquarium:

Für mehrere Exemplare ab etwa 1,5 m Kantenlänge. Im Aquarium sollten pro Fisch mindestens drei geeignete Verstecke, etwa Röhren, vorhanden sein. Im Handel können diese nach vorne ausgerichtet und das Aquarium auf Augenhöhe sein, dann kann man die Fische trotzdem beobachten, Pflanzen werden nicht behelligt und sollten deshalb ebenfalls vorhanden sein. Der Bodengrund sollte aus feinem, abgedunkeltem Kies bestehen.

Nahrung:

Allesfresser, der allerdings möglichst viel Lebend- und Frostfutter erhalten sollte.

Besonderheiten:

Besonders in der Dämmerung fangen diese lebhaften Fische an, das Aquarium zu erkunden, und sind schnelle und ausdauernde Schwimmer. Fische, die sich dann zur Ruhe begeben wollen, könnten das als Störung empfinden.

Vergesellschaftung:

Mehrere Exemplare nur in einem grossen Aquarium, ansonsten mit allen anderen nicht aggressiven und möglichst nicht Revier bildenden Fischen, die sich weder durch das elektrische Feld noch durch die hohe Aktivität in der Dämmerungsphase beeinträchtigen lassen.

Ähnliche Arten:

In dieser Familie gibt es mehr als 200 Arten, darunter einige auch im Aquarium zu gross werdende. Viele erreichen aber nur eine Länge zwischen 10 - 25 cm und sind deswegen auch für mittelgrosse Aquarien gut geeignet.

Buchempfehlung:

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