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Tigerfink

Tigerfink/ Tigerastrild

Amandava amandava

Vorkommen

Die drei Unterarten des Tigerfinks sind in Indien, Pakistan, Neapel und Teilen Südost-Asiens (Indochina, Java und kleinen Sudaninseln, Thailand, Vietnam) beheimatet. Darüber hinaus wurden sie u.a. in Ägypten , auf den Fidschi-Inseln und den Komoren eingebürgert. Der Tigerfink bevorzugt feuchtes Grasland, Sumpfgebiete und Ufervegentationen als Lebensraum. Kulturverfolger.

Schutzstatus:

Keiner.

Allgemeines:

Tigerfinken werden seit dem 18. Jahrhundert in Europa gehalten. Wann die ersten erfolgreichen Zuchtversuche stattfanden, ist nicht bekannt.

Geschlechtsunterschiede:

Als einzigste Prachtfinkenart wechseln die Männchen des Tigerfinken jährlich von einem roten Brutkleid in ein schlichtes Ruhekleid, das dem der Weibchen sehr ähnelt. In dieser Phase sind sie von den Weibchen kaum zu unterscheiden.

Verwechslungsmöglichkeit:

Keine bekannt.

Lebenserwartung.

Im Durchschnitt 7-10 Jahre.

Klimatische Ansprüche:

Tigerfinken sind aufgrund der langen Domestikation gut an unser Klima angepasst. Temperaturen zwischen 18° und 24°C werden problemlos vertragen. Temperaturen unter 12°C, Zugluft und schnelle Temperaturwechsel sind jedoch zu vermeiden. Die Tiere benötigen, um zur Brut schreiten zu können, einen jährlichen Wechsel der Temperatur, der Lichtintensivität und der Luftfeuchtigkeit.

Sozialverhalten:

Tigerfinken dürfen nie einzeln gehalten werden, sondern immer mindestens paarweise oder in einem kleinen Schwarm. Auch eine Vergesellschaftung mit anderen Prachtfinken mit ähnlichen Ansprüchen an die Haltung ist möglich. Nur während der Brutzeit wird die unmittelbare Umgebung des Nestes vehement verteidigt. Die Männchen sind während dieser Zeit sehr aggressiv.

Haltung:

Tigerfinken sind zwar von Natur robuste und anspruchslose Tiere, aufgrund ihres lebhaften Verhaltens sollte der Käfig/Viliere aber folgende Maße nicht unterschreiten.

LxBxH in cm

Besatzdichte

Bemerkungen

80 x 40 x 60

80 x 80 x 60

für 2 Tiere

 für 4 -6  Tiere

regelmässiger Freiflug!

Besser geeignet ist eine gut eingerichtete und grosszügig bemessene Zimmervoliere, z. B. mit den Maßen 150 x 70 x 150 cm (LxBxH) oder grösser, für 2-3 Paare. Ein Freiflug ist dann nicht erforderlich, da die Vögel ihren Bewegungsdrang in der Voliere ausleben können.

Den Tieren sollten Naturäste als Sitzgelegenheiten, Schlafkörbchen (-kästchen) und immer eine Bademöglichkeit mit frischem Wasser angeboten werden.

Ernährung:

Tigerfinken benötigen ein Mischfutter aus kleinkörnigen Hirsesorten und Glanz. Kolbenhirse, gekeimte Saaten, Grünfutter wie Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen werden gerne angenommen. Tierisches Eiweiss in Form von lebenden Insekten, frisch gehäuteter Mehlwürmer, anderer kleiner Insekten oder deren Larven sowie ei- bzw. insektenhaltigem Weichfutter kann gelegentlich angeboten werden. Während der Jungenaufzucht ist es unumgänglich. Frisches Trinkwasser muss ständig zur Verfügung stehen, ebenso wie Kalkgrit.

Zucht:

Zur Brut werden gerne Nisthilfen angenommen oder die Nester in dichtes Gebüsch gebaut. Die Balz findet fast nur auf dem Boden statt. Das Gelege umfasst 4-6 Eier, die Brutdauer beträgt 11 -13 Tage, nach 20-22 Tagen sind die Jungen flügge. Sie übernachten dann nicht mehr im Nest und nach weiteren zwei Wochen sind sie selbständig.

Kranke und verletzte Tiere sind umgehend einem Tierarzt vorzustellen! Eine korrekte Diagnose und Behandlung unter Anwendung wirksamer Arzneimitteln, kann nur durch einen Tierarzt erfolgen!

Buchempfehlungen:

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